Auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Der Welser Bariton Klaus Kuttler brilliert in Europas bekanntesten Opernhäusern.
WELS. Ob als Faninal im „Rosenkavalier“ an der Komischen Oper Berlin, als Papageno in der „Zauberflöte“ an der Staatsoper Stuttgart oder als Figaro in „IL Barbiere di Siviglio an der Kölner Oper, der 43-jährige Klaus Kuttler verzaubert sein Publikum mit seiner eindrucksvollen Stimme. Und das obwohl seine musikalische Karriere als Schüler des Musikgymnasiums eher zufällig begann: „Weil ich mich schlecht benommen hatte, drohte mir der Lehrer, dass ich nicht mit auf Konzertreise fahren dürfe. Da wollte ich ihm zeigen, dass ich die Töne treffe und habe im Chor besonders laut gesungen“, erinnert ich Kuttler. So wurde seine Stimme entdeckt und ausgebildet.
Heute singt der Welser etwa vier Monate im Jahr Opern an verschiedensten Orten der Welt. Erst seit Mitte Juni ist er wieder in seiner Heimatstadt – davor war er sechs Wochen in Cagliari, Sardinien, um an der dortigen Oper den Papageno in Mozarts „Zauberflöte“ zu singen.
Doch nicht Mozart oder die italienischen Opern sind Kuttlers Favoriten. Nein, sein musikalisches Herz schlägt für die Romantische Epoche mit Opern von Tschaikowsky. „Die russische Mentalität liegt mir, diese Musik enthält viel Seele. Für die Darbietung benötigt man große Stimmen und ein eindrucksvolles Orchester“, schwärmt Kuttler.
Neben dem positiven finanziellen Aspekt seiner Musikkarriere, ist für den Opernsänger seine Arbeit auf der Bühne, etwas ganz besonderes. „Es ist schön, wenn man Begeisterung und Freude des Publikums spürt. Wenn man dazu beiträgt, dass die Leute ihren Alltag vergessen können und die Musik genießen“, so Kuttler. Dass hinter einer gelungenen Opernaufführung meist wochenlange harte Probenarbeit steht, ist bei solch gelungenen Premieren vergessen und auch für das Publikum nicht spürbar.
Denn einfach ist das Musikerleben meist nicht. Die wochenlangen Proben, das ständige Herumreisen und die unregelmäßigen Arbeitszeiten gehen an die Substanz und sind familien- und beziehungsfeindlich. „Gott sein Dank kann mich meine Freundin zu den Gastspielen begleiten“, so der Sänger. Und er achtet darauf, dass sein Terminkalender nie zu voll wird. „Das Leben ist nicht nur zum Arbeiten da“, so sein Credo. Deshalb verbringt Kuttler zumindest sechs Monate im Jahr in Oberösterreich, gibt kleinere Konzerte in der Umgebung und baut sich ein neues Standbein auf: „Ich gebe Privatunterricht und unterrichte junge Sänger in Oberösterreich“, erklärt Kuttler (Infos unter www.kuttler.at. Außerdem will er gemeinsam mit einer Sängerin künftig gehobene Unterhaltungsmusik anbieten, gibt private Konzerte und Showeinlagen.
Die Opern- und Festspielbühnen müssen freilich auch in Zukunft nicht auf den Welser Bariton verzichten: Im Herbst singt Klaus Kuttler im deutschen Chemnitz die moderne Oper „Die tote Stadt“.

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