Nach langer Diskussion
B1-Ausbau in Marchtrenk steht endlich fest

Landtagsabgeordneter Michael Fischer, Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr zeigen sich über die Einigung erfreut.
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  • Landtagsabgeordneter Michael Fischer, Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr zeigen sich über die Einigung erfreut.

  • Foto: Stadtgemeinde Marchtrenk
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Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen Marchtrenk und dem Land Oberösterreich (OÖ) wurden nun die Meinungsverschiedenheiten beseitigt und schlussendlich eine Lösung präsentiert: der vierstreifige B1-Ausbau ist besiegelt.

MARCHTRENK. Mit dem zukünftigen Ausbau in Marchtrenk wird die B1 Wiener Straße auf der gesamten Strecke zwischen Linz und Wels vierstreifig ausgebaut sein. Der circa 7,1 Kilometer lange Ausbau zwischen Hörsching und Marchtrenk wurde in zwei Teilabschnitte unterteilt. Für den Teilabschnitt Hörsching wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und ein Bescheid erlassen. Die Oberösterreichische Umweltanwaltschaft erhob dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Ein Baubeginn sollte trotzdem im Jahr 2021 möglich sein.

"Die Interessen einer Gemeinde sind oft konträr zu jenen die für das Bundesland im Vordergrund stehen. Am Ende des Tages ist es aber für alle Beteiligten wichtig, dass es zu einer raschen, vernünftigen, sachlichen und effizienten Lösung kommt, von der die Bürger profitieren", so Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr (SPÖ) übereinstimmend.

Eine solche Einigkeit suchte man bei den Politikern in der Vergangenheit vergeblich. In Marchtrenk gab es immer wieder Demonstrationen inklusive Straßensperren, durch die man eine raschere Umsetzung des Projektes hervorrufen wollte. Die BezirksRundschau berichtete:

Streit um B1-Ausbau in Marchtrenk: „Er ist am Zug“
B1-Ausbau in Marchtrenk

Die Stadtgemeinde soll auf ein Absenken von Straßenabschnitten in Kreuzungsbereichen bestanden haben und auch bei den Nebenwegekonzepten kam man auf keinen gemeinsamen Nenner. Marchtrenks Bürgermeister Mahr sprach sich auch in der Vergangenheit für eine ampelfreie Lösung aus. "Dies insbesondere deshalb, da der bei Ampellösungen zu erwartende Stop-and-go-Verkehr auch wissenschaftlich belegt eine erhöhte Schadstoff- und Umweltbelastung mit sich bringt", so Mahr im vergangenen Juli. Bei diesem Punkt scheint sich nun das Land durchgesetzt zu haben. In Sachen Nebenwegekonzepten, Lärmschutz und Straßenabsenkungen scheint aber ein guter Kompromiss gefunden worden zu sein:

"Basis für die Einigung mit dem Land OÖ zum Ausbau der B1 ist die geschlossene Haltung der Marchtrenker Gemeindepolitik. Sämtliche Fraktionen sehen gemeinsam mit mir als Bürgermeister die nunmehrige Einigung mit dem Land OÖ als einzige realistische Umsetzungsmöglichkeit für einen Ausbau der B1. Es konnten doch wesentliche Verbesserungen – z.B Tieflage bei der Weißkirchnerstraße und ein durchgehender Lärmschutz für Marchtrenk auf dem Verhandlungswege erreicht werden und ich freue mich auf eine rasche Baufortsetzung nach dem Abschnitt Hörsching", so der Bürgermeister Paul Mahr.

Maßnahmen im Detail

Der Teilabschnitt Marchtrenk beginnt im Bereich der Brücke über die ÖBB-Strecke Traun-Marchtrenk und endet bei der B1 Kreuzung mit der Wiener Straße/ Sparstraße/ Schafwiesenstraße. Der vierstreifige Ausbau der B1 erfolgt am Bestand, sowohl in der Lage als auch in der Höhe. Lediglich im Bereich der Weißkirchener Straße ergibt sich eine Absenkung der B1. Es wurden die Knotenhauptpunkte fixiert. Die Steuerung des Verkehrsflusses erfolgt durch Verkehrslichtsignalanlagen. Mit dem nun gemeinsam zu akkordierenden Nebenwegekonzept soll insbesondere auch bei einzelnen Geh- und Radwegverbindungen die sichere Verkehrsführung im Fokus stehen. In den weiteren Schritten sollen die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitserklärung erstellt werden, damit auch für den Teilabschnitt Marchtrenk die Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden kann.

28.000 Fahrzeuge pro Tag

Etwa 28.000 Fahrzeuge benutzen tagtäglich die B1. Mit dem Sicherheits-Lückenschluss stehen besonders der flüssige Verkehrsverlauf und die Gewährleistung der Verkehrssicherheit im Fokus. Nach aktuellen Schätzungen werden für den Sicherheitsausbau auf beiden Abschnitten über 70 Millionen Euro investiert.

"Bei meinem Amtsantritt Ende 2015 hatte das Projekt eine untergeordnete Rolle und war in keinem Bauprogramm enthalten. Ich habe deshalb veranlasst, dass mit Hochdruck an den Planungen gearbeitet wird, damit dieser dringend notwendige Lückenschluss vollzogen werden kann. Es freut mich, dass wir nun eine gewinnbringende Einigung erzielen konnten und in die gleiche Richtung schwimmen. Besonders um die Verkehrssicherheit auf der B1 zu gewährleisten, ist dieses Projekt von großer Wichtigkeit", so Landesrat Steinkellner abschließend.

Autor:

Matthias Staudinger aus Wels & Wels Land

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