Aufregung nach Medienbericht
"Es wird in Wels keinen Moscheebau geben"
- Andreas Rabl erteilt etwaigen Moschee-Plänen eine Abfuhr.
- Foto: Leitner
- hochgeladen von Felix Aschermayer
Aufregung herrscht derzeit in Wels nach einem Artikel der Tageszeitung "Die Presse", wonach der islamische Verband Alif (Austria Linz Islamische Föderation) eine neue Moschee in der Messestadt bauen möchte. Bürgermeister Anderas Rabl (FPÖ) weiß von den angeblichen Plänen nichts und erteilt einem möglichen islamischen Gotteshaus auf MeinBezirk-Nachfrage eine klare Absage.
WELS. "Es wird in Wels keinen Moscheebau geben – Punkt Ende aus", so Rabl. An ihn sei bislang aber auch niemand mit einem derartigen Vorhaben herangetreten. Zudem bräuchte es für den Bau einer Moschee – wie für jedes andere Gotteshaus auch – ein Grundstück mit einer Seelsorge-Widmung. "Die gibt es schlicht nicht", so Rabl weiter.
Auf Deutsch für Vereinsheim, auf Türkisch für Moschee gesammelt
Dass Alif in Wels eine Moschee plane, habe dieser laut "Presse" auf der türkischen Kulturmesse verraten – allerdings nur auf Türkisch. So soll laut dem Artikel auf einem Plakat auf Deutsch um Spenden für ein neues Vereins- und Bildungszentrum gebeten worden sein. Darunter sei jedoch gestanden: "Yeni Camii ve Eğitim Merkezi". Zu Deutsch: "Neue Moschee und Bildungszentrum".
Auch Ausbau nicht möglich
Mit dem Welser-Ableger von Alif – der hier bereits ein Vereinsheim betreibt – gäbe es eine problemlose Zusammenarbeit, hält Rabl fest. Sollte es beim Dachverband Bedenken geben, sei das Sache des Verfassungsschutzes. Eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes sei ebenfalls nicht möglich – "schon allein aus Platzgründen".
Aktuelle Nachrichten aus Wels & Wels-Land auf
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.