Grüne Clique in Wels
Junge Rebellen wollen ein Zeichen setzen

Die Grüne Jugend mit Gemeinderat Alessandro Schatzmann stellten eine Regenbogenbank aus Eigeninitiative vor dem Welser Rathaus auf.
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  • Die Grüne Jugend mit Gemeinderat Alessandro Schatzmann stellten eine Regenbogenbank aus Eigeninitiative vor dem Welser Rathaus auf.
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Jugendliche der Grünen setzten sich über den Gemeinderatsbeschluss in Wels hinweg und stellten eine selbstgemachte Bank in Regenbogenfarben direkt vor dem Rathaus auf. Sie wollen damit ihr Zeichen für Toleranz und Gleichbehandlung in der Stadt setzen.

WELS. Fiona, Yalguun, Raphael, Simon und Jonas sind eine junge Clique Gymnasiasten. Sie wollen das Abstimmungsergebnis im Gemeinderat gegen eine bunte Parkbank und einen Regenbogen-Zebrastreifen in Wels nicht hinnehmen. Ihnen fehle ein klares Bekenntnis der Stadt zu Toleranz und gegen Diskriminierung. Gemeinsam mit Gemeinderat Alessandro Schatzmann (Grüne) stellten sie nun trotzdem eine Bank in Regenbogenfarben direkt vor dem Rathaus auf. "Unser Ziel ist es, entschieden für ein besseres, jugendgerechteres und vor allem bunteres Wels einzustehen", sagt die 17-jährige Fiona: "Alleine beim Hertragen der Bank über den Stadtplatz sind wir den Leuten aufgefallen", so die Gymnasiastin. Ihr Freund Jonas argumentiert: "Wenn der Bürgermeister kein Freund von Symbolen ist, warum haben wir dann diese Venus-Statue am Stadtplatz?" Die Grüne Jugend zeigt sich in ihrer Sache sicher.

Simon, Jonas, Raphael, Fiona und Yalguun gehören zur Grünen Jugend in Wels und wollen mit dem Aufstellen einer Regenbogenbank ein Zeichen setzen.
  • Simon, Jonas, Raphael, Fiona und Yalguun gehören zur Grünen Jugend in Wels und wollen mit dem Aufstellen einer Regenbogenbank ein Zeichen setzen.
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Der Standpunkt des Bürgermeisters

"Die Grüne Jugend ist anscheinend kein Fan von demokratischen Entscheidungen", kontert Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ). Er bleibe bei seiner Einstellung gegenüber punktuellen Aktionen. So seien die Problematiken der Diskriminierung, Gleichstellung und Toleranz Schwerpunkte, die auch ihn beschäftigen. Diesen Themen müsse aber gesamtheitlich begegnet werden. Laut ihm tue die Stadt Wels dies permanent und befasse sich intensiv mit diesen Schwerpunkten. "Ich glaube nicht, dass mit dem Aufstellen einer Bank irgendeinem Betroffenen von Diskriminierung geholfen wird", so der Bürgermeister. Auch dem Vorhalt von Jonas tritt er entgegen: "Die römische Venus trägt keinen Symbolcharakter, sondern dient der Verschönerung der Innenstadt."

Alessandro Schatzmann über die Aktion

Was denkt ihr über die Regenbogenbank?

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