Neue Standorte für urbanes Garteln geplant

Essbare Stadt Wels: So sieht das Hochbeet Nummer fünf im Bereich des Welios Science Centers aktuell aus.
  • Essbare Stadt Wels: So sieht das Hochbeet Nummer fünf im Bereich des Welios Science Centers aktuell aus.
  • hochgeladen von Nina Leitner

BEZIRK. Urban Gardening ist moderner denn je. Ziel ist, Freiflächen gärtnerisch zu nutzen und so ein Stück Natur zurück in die Städte zu holen. Der Trend hat auch in der Stadt Wels Einzug gehalten. Sie ist seit 2014 'essbare Stadt'. Gestartet wurde mit Hochbeeten am Zwinger. Letztes Jahr wurde das Projekt um Standorte erweitert. An sieben Plätzen (im Burggarten, zwei am Zwinger, zwei in den Minoriten, zwei an der Traun) können Bürger ihren grünen Daumen unter Beweis stellen. Als Starthilfe pflanzte der für das Projekt 'Essbare Stadt' verantwortliche Verein 'Lebenswerte Welt' Gemüse, Obst und Kräuter in die Beete. "Letztes Jahr haben sich viele Bürger engagiert und das auch in der langen Hitzephase", sagt Vizebürgermeisterin und Innenstadtreferentin Christa Raggl-Mühlberger. Für heuer ist eine Neubepflanzung geplant. Einen neuen Platz bekommt das Burggartenbeet: "Es wird im Bereich des Spielplatzes situiert." Auch der 2011 entstandene Nachbarschaftsgarten in der Otto-Loewi-Straße ist ein Erfolg. "Insgesamt gibt es 15 Beete, die von den Mietern gepachtet wurden. Ein Einzelbeet kostet 25 Euro", erklärt Vizebürgermeisterin und Umweltreferentin Silvia Huber. Ihre Vision wäre, ein Urban Farming-Projekt auf die Beine zu stellen. "Zuerst müssen wir schauen, ob sich ein Landwirt dafür hergibt", ergänzt sie.
Ein ähnliches Projekt will Biopionier Christian Stadler in Wels mit seinen Morgentaugärten umsetzen. Er pachtet Grünflächen und vermietet Parzellen in der Größe von 20, 40 oder 60 Quadratmetern. Nach der professionellen Aufbereitung des Feldes ist der 'Mieter' für die Beetpflege verantwortlich. 20 Quadratmeter kosten 117 Euro pro Saison und versprechen etwa 50 Kilogramm Biogemüse. Morgentaugärten gibt es in Linz, Steyr und Leonding. Für heuer wäre in Gunskirchen im Bereich der Fliederstraße ein Garten geplant gewesen. "Es gab aber zu wenige Anmeldungen", sagt Bürgermeister Josef Sturmair. In den Startlöchern steht ein Morgentaugarten in Wels. 2017 soll es soweit sein. Flächen in der Vogelweide, Lichtenegg und Pernau wurden ins Auge gefasst. "Wir stehen noch in den Verhandlungen", so Projektleiterin Irmgard Elias.
Urbaner Gartenbau ist zudem seit 2015 im Stadtrandgarten Wels (Stadlhof 2) möglich. Permakultur-Berater Bernhard Gruber verpachtet gegen Gebühr ganzjährig Beete auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern.
Auch Lambach trägt dem Trend Rechnung. Die ehemaligen Schüler des Realgymnasiums am Stift Lambach, Isabella Bachleitner und Julia Feldbauer, haben mit Abt Maximilian den Gemeinschaftsgarten 'Menschenschutzgebiet' gegründet. 1500 Quadratmeter der ehemaligen Stiftsgärtnerei (an der Südseite des Stiftes) bieten Platz für Gemeinschaftsflächen und private Beete. Gartengeräte gibt es vor Ort. "Die Beete kosten etwa 10 bis 20 Euro pro Jahr", erklärt Mitglied Peter Repczuk. "In Zukunft soll es eine Liegewiese, eine Lagerfeuerstelle, einen Picknickplatz und Beerensträucher zum Naschen geben." Infos unter menschenschutzgebiet@gmail.com

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