Bgm. Prinz: "Es gibt in Natters kein Komplott!"

"Es stimmt mich sehr traurig, dass mein ehemaliger Listenführer und Freund mich in aller Öffentlichkeit angreift", zeigt sich der Natterer Bgm. Karl-Heinz Prinz betroffen. "Ich habe Dr. Moisi immer unterstützt und in seiner schwierigen Zeit nach dem Amtsverlust vor Schlimmeren bewahrt. Er hatte mir des Öfteren mit dem Spruch 'es gibt keine Freunde' zu denken gegeben. Mit diesem Angriff auf mich und in weiterer Folge auf den Gemeinderat  hat er das klar bestätigt!"

Keine Tarnung

Die geplante Biomasse-Heizanlage hat laut Karl-Heinz Prinz eine Jahresleistung von ca.400kw/h und wird das gesamte Schulgebäude, das Gemeindeamt, das Musik- und Schützenlokal sowie das neue Wohn- und Pflegeheim beheizen. Prinz: "Nur für diese kommunalen Gebäude ist unsere Heizanlage ausgelegt! Leider missbraucht Dr. Moisi seine Eltern für diesen öffentlichen Angriff, eine andere Möglichkeit auf Mitspracherecht gibt es für ihn nicht. Den Bürgermeister, Substanzverwalter Thomas Kerschbaumer und GR Dr. Andreas Ermacora einer inakzeptablen Vertragseinrichtung zu beschuldigen, wird entschieden zurückgewiesen, zumal nachweislich einstimmige Beschlüsse des Gemeinderates dafür vorliegen."

Klarstellung

Die Umstellung der Beheizung aller kommunalen Gebäude auf eine Biomasse-Heizanlage mit gleichem Standort (Schule/Gemeindesaal) sei 2015 durch Bgm. Dr. Moisi eingeleitet und sämtliche Beschlüsse einstimmig – also auch mit Moisis Wohlwollen – gefasst worden. Auch die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel aufgrund einer damals erfolgten Ausschreibung würde auf einstimmigen Beschlüssen basieren, so der Bürgermeister, der auf  GR-Protokolle von 10.02.2015 bis 02.02.2016 verweist, die auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen sind.

Keine Verfehlungen

Die entsprechenden Genehmigungen durch die Bezirkshauptmannschaft für den Anschluss des Wohn und Pflegeheimes bzw. der kommunalen Gebäude seien  zeitgerecht eingeholt worden. Gegenstand der damaligen Bauverhandlung und der Baugenehmigung ist nach wie vor nur die Beheizung des Mehrzweckgebäudes Bahnhofstraße 11. Alle umliegenden Gebäude befinden sich in einem Umkreis von weniger als 90 Meter. Prinz: "Der vorzeitige Baubeginn wurde ordnungsgemäß bewilligt. Baubewilligungsbescheide haben laut Bauordnung keine aufschiebende Wirkung mehr, sonst könnten Bauvorhaben durch nicht gerechtfertigte Einsprüche auf längere Zeit verzögert werden. Diese Erleichterung gilt auch für jeden Häuslbauer!

Heizungsgenossenschaft

"Die Errichtung des Hackschnitzellagerplatzes inkl. Trocknungsanlage mit Solarpaneelen wird ausschließlich von der Heizungsgenossenschaft finanziert und auch betrieben", so der Bürgermeister weiter. Damit zwischen der Gemeinde und der Genossenschaft eine längerfristige Absicherung/Bindung besteht, wurde ein Liefervertrag bis 2055 einstimmig beschlossen. Die Genossenschaft kauft den Überling von der Gemeindegutsagrargemeinschaft ab. Mit diesem Erlös kauft die Gemeinde das erforderliche Brennmaterial. Auch diesbezüglich Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Finanzierung

Ursprünglich war eine Bauzeit von zwei Jahren vorgesehen. Man habe sich aber entschlossen, den Bau möglichst schnell durchzuziehen, um die Belastung für die Schüler und Kinder so gering als möglich zu halten. Daher sei andererseits ein Teil des Darlehens für die Zwischenfinanzierung jener Finanzmittel erforderlich geworden, die erst im Jahr 2018 eintreffen würden. Somit wurde die Finanzierung auf 2017 reduziert und im Nachtrags-Haushaltsplan einstimmig beschlossen.

Aufsichtsbeschwerde

Karl-Heinz Prinz: "Die Einbringung einer – weiteren – Aufsichtsbeschwerde bleibt Ex-Bürgermeister Dr. Moisi unbenommen. Den Hinweis auf eine jährliche öffentliche Gemeindeversammlung  kann ich leider nicht nachvollziehen  – in Moisis sechsjähriger Amtsperiode wurden zwei Versammlungen abgehalten. Von meiner Seite wird, sobald der Gemeindesaal wieder zur Verfügung steht, die zweite Gemeindeversammlung durchgeführt!"  Auch die von Moisi verlangte Änderung des Listennamens wird erledigt, so der Bürgermeister, der seinen Ärger nicht verbergen will:  "Ich wünsche Dr. Moisi für seine Zukunft alles Gute und rate ihm, professionelle Hilfe für sein Problem in Anspruch zu nehmen."

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