Die Situation in unseren Polizeiinspektionen

PI-Kdt. Jakob Annewanter: "Bis vor kurzem hätte sich Polizisten mit Schutzmasken niemand vorstellen können – jetzt wissen wir auch darüber Bescheid!"
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Auch sie zählen zu jener Berufsgruppe, die derzeit besonders gefordert ist. Die Polizei ist allerorten im Einsatz und muss auch darum bemüht sein, nicht selbst vom Virus eingeholt zu werden. Jakob Annewanter, PI-Kommandant in Axams und Markus Schaffenrath, PI-Kommandant in Kematen, können diesbezüglich mit guten Nachrichten aufwarten. Alle Polizistinnen und Polizisten sind gesund und einsatzfähig.

Freilich wurden für den Ernstfall Vorkehrungen getroffen, so Annewanter: „Wir arbeiten mit der Polizeiinspektion Mutters zusammen und bilden insgesamt drei Einsatzgruppen. Es wird besonders darauf geachtet, dass die drei Gruppen streng voneinander getrennt arbeiten.“ Dass seit kurzem auch bei jeder Beanstandung Schutzmasken getragen werden, ist nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Beamten gewöhnungsbedürftig, bestätigt Annewanter: „Niemand hätte sich das bis vor kurzem vorstellen können, dass es bei uns Polizisten mit Maske geben könnte – jetzt wissen wir aber auch darüber Bescheid.“

Ständige Streifen

Klarerweise gibt es zwischen Mutters und Grinzens ganz besonders beliebte Plätze für ausgedehnte Spaziergängen. „Diese Wege und Plätze werden natürlich besonders beobachtet. Man kann es aber nicht oft genug sagen. Das ist keine Schikane, sondern eine in der derzeitigen Situation sinnvolle, präventive Maßnahme.“

Tirol ist anders

Das Einsatzgeschehen hat sich naturgemäß in diese Richtung verlagert. Die Kontrollfahrten werden ständig durchgeführt, wobei die Beamten immer wieder feststellen müssen, dass die Botschaft über Regelungen in Tirol anders (und strenger) sind, nicht überall angekommen ist. „Wir erleben ständig, dass uns die Leute, die unterwegs sind, ihren Standpunkt über die Auslegung der Ausgangsbeschränkungen darlegen wollen“, zeigt sich der PI-Kommandant verwundert. Dass man trotzdem verstärkt auf Aufklärung setzt, sei aber Faktum.

Kaum Gewaltdelikte

Natürlich werden auch die anderen Aufgaben weiterhin erledigt, wenngleich die Zahl der „Nicht-Viruseinsätze“ deutlich gesunken ist. Auch die Frage nach einem eventuellen Anstieg von Fällen, die von häuslicher Gewalt und dergleichen berichten, kann Jakob Annewanter verneinen: „Es gibt diesbezüglich in unserem Gebiet keine großen Anstieg – und auch hier kann man nur hoffen, dass es so bleibt.“

Bei den Kontrollen wird da wie dort auf Aufklärung gesetzt. Der Großteil der Bevölkerung zeigt sich sehr einsichtig.
  • Bei den Kontrollen wird da wie dort auf Aufklärung gesetzt. Der Großteil der Bevölkerung zeigt sich sehr einsichtig.
  • Foto: Polizei Axams
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Volle Stärke in Kematen

Auch Markus Schaffenrath, Kommandant der PI Kematen, kann derzeit auf die komplette Mannschaft bauen: „Durch die Urlaubssperre stehen alle Kräfte zur Verfügung. Wir sind daher in der erfreulichen Lage, Tag und Nacht alle drei Gruppen mit eigenen Kräften besetzen zu können.“
Kontrollen stehen auch in diesem immens großen Einsatzgebiet (natürlich auch mit Schutzmaske) an der Tagesordnung. „Es wird versucht, mit größtem Verständnis vorzugehen“, so der PI-Kommandant. „Aber es geht uns hier wie vielen Kollegen in anderen Gebieten, weil sich Einzelne als sehr beratungsresistent erweisen. Da muss man dann halt deutlicher werden!“
Dass so wie vor kurzem ein Grillfest in Kematen von der Polizei beendet werden musste, gehöre in diese Kategorie, in der auch keinerlei Argumentation betreffend des Anlasses zum Tragen kommt.

Übertretungen nach dem Epidemiegesetz in Kematen

Schwerpunktkontrollen CYTA

Das „Grenzgebiet“ – in diesem Falle die CYTA.Einkaufsstadt in Völs – wird ebenfalls schwerpunktmäßig kontrolliert. „Es ist klar, dass jene Geschäfte, die offen halten dürfen, mit Angeboten locken. Wer aber aus Innsbruck kommt, überschreitet nach der derzeitigen Regelung die Bezirksgrenze. Hier gibt es schon einige uneinsichtige Personen!“
Dass die Zahl der „nicht virusbedingten Einsätze“ gesunken ist, kann auch Markus Schaffenrath bestätigen. „Die Zahl der Einbrüche, Diebstähle, Körperverletzungen etc. ist derzeit viel niedriger. Es gibt einige Fälle von Familienstreitigkeiten, aber auch das ist derzeit sehr überschaubar."

Appell

Das Resümee der Kommandanten fällt also insgesamt erfreulich aus. Ein Appell scheint aber dennoch notwendig: „Es ist wichtig, dass sich alle an die Maßnahmen halten. Je besser das funktioniert, umso eher wird eine Rückkehr zur Normalität möglich!“
Dass sich auch unsere Polizistinnen und Polizisten , die mit ganzem Einsatz für die Bevölkerung arbeiten, darüber besonders freuen würden, muss nicht mehr extra betont werden.

Lesen Sie dazu auch folgenden Artikel:

Polizei und Bundesheer im Dauereinsatz

Weitere Berichte: www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

PI-Kdt. Jakob Annewanter: "Bis vor kurzem hätte sich Polizisten mit Schutzmasken niemand vorstellen können – jetzt wissen wir auch darüber Bescheid!"
Bei den Kontrollen wird da wie dort auf Aufklärung gesetzt. Der Großteil der Bevölkerung zeigt sich sehr einsichtig.
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