Wirtschaft
Ein Bräutigam für die Muttereralmbahn

V.l.n.r.: TVB-Obm. Karl Gostner, TVB-GF Karin Seiler-Lall, Tatry mountain resorts- CEO Igor Rataj, Bgm. Hansjörg Peer und Bgm. Josef Singer
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  • V.l.n.r.: TVB-Obm. Karl Gostner, TVB-GF Karin Seiler-Lall, Tatry mountain resorts- CEO Igor Rataj, Bgm. Hansjörg Peer und Bgm. Josef Singer
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Igor Rataj, CEO und Hauptaktionär von Tatry mountain resorts (TMR), war am Dienstag mit einer Delegation  seines Unternehmens in Mutters zu Gast. Anlass war eine Pressekonferenz des neuen Eigentümers der Muttereralmbahn, der bezüglich der weiteren Aussichten Stellung nahm.

Die Bürgermeister Hansjörg Peer aus Mutters und Josef Singer aus Götzens, LA Sophia Kircher (sie stammt aus Götzens) als Vertreterin des Landes, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer-Obmann Karl Gostner und GF Karin Seiler-Lall sowie TMR-Pressechefin Nadja Ondrusik und die Rechtsanwältin der Unternehmens, Martina Šamudovská, nahmen am Podium im Hotel dasMEI in Mutters Platz.

Vorgeschichte

Zur Erinnerung: Sowohl in der Vollversammlung von Innsbruck Tourismus als auch in den Gemeinderatssitzungen von Mutters und Götzens wurde im Dezember 2020 dem geplanten Verkauf der Muttereralmbahn zugestimmt. TMR hatte für eine entschuldete Bahn 4,5 Mio. Euro geboten.  Die 1. Rate von 3.250.000 Euro wurde mit Übergabe am 30. April 2021 fällig. Die 2. Rate von 1.250.000 Euro folgt mit dem Stichtag, an dem alle Genehmigungen einer Verbindung zur Axamer Lizum vorliegen. Das Angebot der beiden anderen (heimischen) Bieter lag deutlich unter dem von TMR. Dass es hinsichtlich dieser Entscheidung nicht nur wohlwollende Stimmen gab, sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

TMR-CEO Igor Rataj: "Wir wollen investieren und auch den Zusammenschluss mit der Axamer Lizum."
  • TMR-CEO Igor Rataj: "Wir wollen investieren und auch den Zusammenschluss mit der Axamer Lizum."
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Perspektiven

Der Chef des in der Slowakei ansässigen Unternehmens freut sich über die "Hochzeit und über die Rolle des Bräutigams, der das gemeinsame Kind" weiterhin gut versorgen will". "Wir wollen hier investieren und manches muss auch erneuert werden", so Igor Rataj, der auch auf  die Erfahrung seines Unternehmens in Bezug auf die Führung von Freizeitanlagen verwies. In der nächsten Skisaison sollten die Skipisten der Muttereralm sowohl zum Gopass-Angebot als auch zum Skigebietsangebot für Besitzer von PREMIUM Smart Season Passes 2021/22 hinzugefügt werden. Selbstverständlich sei auch die weitere Teilnahme an heimischen Ticketangeboten wie z. B.  dem Freizeitticket, gesichert. "Wir haben uns aufgrund der Perspektive einer Verbindung mit dem benachbarten Resort Axamer Lizum für dieses Skigebiet entschieden", so Igor Rataj weiter. "Das gesamte Resort hat jedoch nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer großes Potenzial, das wir weiter entwickeln wollen." Mit der Entwicklung des Bikeparks sowie der Durchführung von Crankworx als internationale Großveranstaltung gäbe es hervorragende Referenzen. Mit der Familie Fröschl als Eigentümer der Axamer Lizum Bergbahnen habe es bereits ein Gespräch gegeben, weitere sollen folgen.

Bgm. Hansjörg Peer: "Wir sind überzeugt, dass von dieser Übernahme die gesamte Region profitieren wird."
  • Bgm. Hansjörg Peer: "Wir sind überzeugt, dass von dieser Übernahme die gesamte Region profitieren wird."
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Bisheriges Team bleibt

"Die Skigebiete Muttereralm und Axamer Lizum werden künftig von zwei erfolgreichen Unternehmen geführt, die öffentliche Hand zog sich in Mutters zurück", betont Bgm. Hansjörg Peer. "Ich bin sehr optimistisch, dass es hier eine gemeinsame Lösung geben wird, von der unsere ganze Region profitieren kann. Der anvisierte Zeitrahmen für eine Realisierung des Zusammenschlusses beträgt drei Jahre. Das Projekt würde dann auch vom Tourismusverband mit vier Millionen Euro gefördert werden. Um allen Gerüchten vorzubeugen: Der Muttereralm-Bergbahnen-GF Stefan Klotz bleibt mit seinem gesamten Team vor Ort, was für uns besonders erfreulich ist."

Kein Abbau in Götzens

Apropos Gerüchte: Dass es zu einem Abbau der Götzner-Bahn kommen könnte, wurde von allen Beteiligten dementiert: "Es ist undenkbar, dass wir ein Resort kaufen und dann dort etwas abbauen. Die Weiterentwicklung aller bestehenden Anlagen ist ebenso wie der Zusammenschluss mit der Lizum eines unserer großen Ziele", so Igor Rataj. Auch der Götzner Bürgermeister Josef Singer sieht der Zukunft optimistisch entgegen. "Dem Standort Götzens kommt bei einem Zusammenschluss eine ganz besondere Bedeutung zu. Schließlich ist es der einzige Punkt, der vom Tal aus in die Skigebiete führt und verkehrstechnisch optimal zu erreichen ist. Es gibt dazu einige Überlegungen, diesen Standort aufzuwerten." Dass die Betriebspflicht für alle Anlagen gesichert ist, wurde auch von TVB-Obmann Karl Gostner ins Treffen geführt.

Bgm. Josef Singer: "Die Götznerbahn könnte eine besondere Stellung im Gesamtkonzept einnehmen.
  • Bgm. Josef Singer: "Die Götznerbahn könnte eine besondere Stellung im Gesamtkonzept einnehmen.
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Verkehrsmaßnahmen

Dass der Verkehr bzw. die Verkehrsbelastung vor allem in Mutters ein Thema ist, wurde von Bgm. Hansjörg Peer thematisiert. "Wir haben bereits einige Schritte gesetzt, um die Belastungen weiterhin in einem akzeptablen Bereich zu halten. Ski- und Radbusse verkehren ab Innsbruck. Die Planungen der Stubaitalbahn, ab einer Bedarfshaltestelle eine Öffi-Anbindung zur Talstation herzustellen und einen beschleunigten Taktverkehr einzuführen, sind schon sehr weit fortgeschritten." "Auch der Tourismusverband ist sehr interessiert, dass die öffentlichen Verkehrsmittel so stark wie möglich eingebunden werden", bestätigte TVB-GF Karin Seiler-Lell, und wir unterstützen diese Bemühungen auch finanziell."

www.meinbezirk.at/westliches-mittelgebirge

Lesen Sie dazu auch diesen Bericht:

Zustimmung für Bergbahnen-Verkauf
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