12.10.2017, 22:57 Uhr

Abenthung: "Schlechter Stil der Grünen!"

Bgm. Christian Abenthung: "Für die persönlichen Wahlkämpfe der Grünen habe ich weder Zeit noch Verständnis!"

Axamer Bürgermeister will die harsche Kritik der grünen Fraktion nicht wortlos hinnehmen und kontert scharf!

Dass die Axamer Grünen im Nationalratswahlkampf "einen Propagandafeldzug" fahren würden, kam für Bürgermeister Christian Abenthung keineswegs unerwartet. „Ich habe allerdings nicht damit gerechnet, dass Gabi Kapferer-Pittracher und Dagmar Grohmann zeitgleich auch den nächsten Gemeinderatswahlkampf in derart schlechtem Stil eröffnen“, spielt der Bürgermeister auf die harsche Kritik der Grünen an seiner Amtsführung an. Zur Arbeit des seit 2016 im Amt befindlichen Gemeinderates will Abenthung festhalten, dass alle Fraktionen im Gemeinderat bis dato sehr engagiert gearbeitet und sich für Axams ohne Parteizwänge eingesetzt haben. „Das scheint nun aufgrund persönlicher Zielsetzungen für höhere politische Weihen – zumindest für einige – vorbei zu sein. Dafür habe ich aber weder Zeit noch Verständnis!““

Zukunftspotential

„Es liegt anscheinend im grünen Selbstverständnis, dass nur ihre Anträge als solche mit Zukunftspotential eingestuft werden,“ so Abenthung weiter. „Dabei haben die Damen aber offensichtlich übersehen, dass die Arbeit im Gemeinderat kein Wunschkonzert ist. Außerdem gibt es auch Fraktionen und Mandatare, die sich über die finanziellen Möglichkeiten im Klaren sind und dementsprechend auch mit dem nötigen Augenmaß agieren.“

Hervorragende Infrastruktur

Man habe als bisher jüngstes Projekt das als tirolweit vorbildhaft eingestufte Kinderbetreuungszentrum ohne einen Cent Kostenüberschreitung zum Abschluss gebracht. Straßenbauprojekte inklusive Erneuerungen von Wasser- und Kanalleitungen seien umgesetzt worden. „Leistbares Wohnen“ mit Mietpreisen von derzeit 6 Euro pro Quadratmeter zur Entlastung des teuren Wohnungsmarktes in Axams würden in Kürze umgesetzt, Maßnahmen in die Sicherheit der Bevölkerung durch Errichtung von Verbauungen des Axamer Bachs und einiges andere mehr wären auf Schiene. Abenthung: „Insgesamt ist die Infrastruktur, an der auch in enger Zusammenarbeit mit dem Planungsverband – wie beim Verkehrsthema, das nur gemeindeübergreifend gelöst werden kann – gearbeitet wird, hervorragend.“


Keine Studie nötig

„Es gibt wohl kaum ein anderes Dorf in Tirol, dass auf eine solch interessante Geschichte, auf gelebtes Brauchtum und Traditionen verweisen kann“, stellt der Bürgermeister außer Zweifel: „Axams braucht keine Studie zum kulturellen Entwicklungspotential wie von den Grünen propagiert. Axams ist kein Entwicklungsdorf in Sachen Kultur. Im Gegenteil: Unsere Traditionsvereine und das gesamte Vereinswesen arbeiten hervorragend und brauchen keine Zurufe von der Politik. Was sie brauchen, ist unsere Unterstützung.“ Zur „Empfehlung“, das Volkstheater zu sanieren, verweist Christian Abenthung auf den tatsächlichen Ideengeber. „Es gibt hier durchaus interessante Überlegungen, die allerdings nicht von den Grünen gekommen sind, sondern vom Vorsitzenden der Liste PRO Axams, Michael Kirchmair.“

Speicherteich

Über den Vorwurf, dass er den Bau des Speicherteichs in der Lizum „über alle Köpfe hinweg im Alleingang entschieden habe“, kann sich Christian Abenthung nur wundern. „Einerseits haben die Grünen keine Einwände gegen den Speicherteich, wozu es auch einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderates vom 16. Mai 2017 gibt. Andererseits kritisieren sie meine Zustimmung.“
Für Abenthung ist klar: „Ohne neuen Speichersee und ohne neue Schneeanlage wäre das Überleben der Axamer Lizum als Ski- und Wandergebiet auf der Kippe gestanden. Hierüber gibt es wohl keinen Zweifel. Der Gemeinderat hat sich daher in seiner Verantwortung sehr bewusst für und nicht gegen den Speicherteich entschieden. Das zeigt sich auch durch den mehrheitlich gefassten Gemeinderatsbeschluss für die Kapitalaufstockung der Anteile der Gemeinde Axams an der Axamer Lizum Aufschließungs AG vom 13. September 2017, die ausschließlich zur Errichtung des Speichersees erfolgte. Mehr gibt es zum Vorwurf des „Drüberfahrens“ nicht zu sagen.“

Kein Stillstand

Der Befund des Bürgermeisters zu den Vorwürfen der Grünen: „Es gibt keinen Stillstand – im Gegenteil, der gesamte Gemeinderat wie auch die MitarbeiterInnen der Gemeinde können berechtigter Weise auf ein durchaus beachtliches erledigtes Arbeitspensum verweisen. Ich lasse mir das ganz besonders in Zeiten von persönlichen Wahlkämpfen jeglicher Art nicht schlechtreden.“
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