Erstes "Europa-Café im Bezirk" auf der Wieden

Lukas Beck, Hans Daxbeck, Wolfgang Streitenberger, Brigitte Rambossek, Leo Plasch, Norbert Kreuzinger, Susanne Wolf-Eberl (v.l.).
  • Lukas Beck, Hans Daxbeck, Wolfgang Streitenberger, Brigitte Rambossek, Leo Plasch, Norbert Kreuzinger, Susanne Wolf-Eberl (v.l.).
  • Foto: H. Schöll
  • hochgeladen von Yvonne Brandstetter

WIEDEN. Wie viel Europa ist auf der Wieden? Wofür kommt Geld aus Brüssel hier an? Darüber wurde bei einem Podiumsgespräch auf Einladung von Bezirksvorsteher Leopold Plasch gesprochen. „Wir wollen bewusst machen, was die Europäische Union bedeutend macht", leitete der Bezirks-Chef die Info-Reihe ein.

50 Millionen aus Brüssel

Es war das erste "Europa-Café im Bezirk" und soll nicht das letzte sein. Bei der Premiere ging es um das "Geld aus Brüssel". Auf dem Podium versammelt waren Wiedner, die Erfahrung mit diesem Thema haben. Moderiert von der Initiatorin des Projekts, Brigitte Rambossek, berichteten sie darüber, wie die Fördergelder verwendet werden. TU-Professor Norbert Kreuzinger beispielsweise forscht an Antibiotika-Resistenzen im Wasser, gemeinsam mit Forschern aus mehreren europäischen Ländern. Die Technische Universität Wien erhielt in der Förderperiode 2014 bis 2020 nicht weniger als 50 Millionen Euro an Forschungsgeldern aus Brüssel.

Jugendliche unterstützen

Fotograf und Filmemacher Lukas Beck wiederum hat für den Europäischen Sozialfonds in Buchform „Das soziale Gesicht Europas“ fotografiert. Er erzählt von „Albatros“, einem Projekt aus Vorarlberg mit Jugendlichen, die noch nie gearbeitet und keinen Pflichtschul-Abschluss haben. Sie holen ihren Abschluss nach und „lernen arbeiten“, indem sie am Bodensee Luxusboote bauen, die teuer verkauft werden. Ökonom Hans Daxbeck setzt auf Nachhaltigkeit und präsentiert „Umbesa“, ein Projekt für gesundes Essen in Großküchen. EU-Kommissionsexperte Wolfgang Streitenberger erläuterte das Vorgehen beim Einreichen, der Auswahl und der Kontrolle. Dieses weist oftmals Hürden auf, wie Unternehmerin Susanne Wolf-Eberl weiß. Sie ist Chefin eines klassischen KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) und sagt, für sie sind EU-Projekte zu viel des bürokratischen Aufwands. Man könne ja auch nie sicher sein, so eine Bewerbung zu gewinnen.

Insgesamt war es eine informative Veranstaltung, die im Herbst wieder aufgenommen werden soll. Nächster Termin ist am 5. September um 18 Uhr.

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