"Partymode": Mit neuer App in den Partymodus

Johannes Brenner präsentiert seine neue Handyapp, die mittels Wischen einer Discokugel die Bereitschaft auf einen Abend mit Freunden signalisiert.
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  • Johannes Brenner präsentiert seine neue Handyapp, die mittels Wischen einer Discokugel die Bereitschaft auf einen Abend mit Freunden signalisiert.
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WIEDEN. Die Welt wird immer digitaler und auch der engste Freundeskreis kommuniziert mittlerweile über Whatsapp, Messenger und Facebook. Analog war gestern, Telefonieren ist out. Grund genug für zwei Wiener Arbeitskollegen, eine App zu entwickeln, die ein spontanes Treffen mit Freunden vereinfacht.

"Seit über einem Jahr arbeiten wir an der App `Partymode´, mittlerweile sind wir zu Fünft im Team", sagt Johannes Brenner im bz-Gespräch. Auf die grundsätzliche Idee, sich online in einen Partymodus zu begeben, kam Brenners Kollege Wolfgang Hüller, ein digitaler Medientechnologe. Die Handhabung der App ist einfach: Per Wischen einer Discokugel ist für die Personen im Telefonbuch, die ebenfalls den `Partymode´heruntergeladen haben, ersichtlich, ob man heute gerne Fortgehen möchte.

"Natürlich kann ich den Freundeskreis einschränken und Kontakte blockieren oder die Notifizierung ausschalten", erklärt Brenner. "Klar, dass ich nicht mit jeder Person, deren Nummer ich abgespeichert habe, auch auf ein Bier gehen möchte."

Spontanität im Vordergrund

Ähnlich wie bei Whatsapp listet das Smartphone alle Personen auf, die `Partymode´ benutzen und gibt auch gleich einen Überblick, wer denn spontan in Feierlaune ist. "Die Fotos der Benutzer sind rot umrandet, wenn derjenige heute nicht ausgehen möchte, grün, wenn man an einem Spontantreffen interessiert ist und schwarz, wenn man seinen Status nicht bekannt gegeben hat."

Übersichtlich, einfach und praktisch. Trotzdem zwingt sich die Frage auf, ob man denn heutzutage wirklich eine Handyapp braucht, um seine Freunde zu treffen. "Wir glauben ja", so Brenner bestimmt. "Natürlich kann man seine Freunde anrufen, aber Telefonieren ist nicht mehr so beliebt wie früher. Man ist vernetzt und auch im engsten Freundeskreis wird viel über digitale Medien wie Facebook und Messenger kommuniziert." Die App sei nicht zu nutzen, wenn man keinen Freundeskreis hat, gibt Brenner zu bedenken.

Auch dass die Spontanität durch eine digitale Strukturierung verloren geht, lässt der Werbefachmann nicht gelten. "Genau das Gegenteil ist der Fall. Mit `Partymode´wollen wir die Spontanität hervorheben. Ich gebe spontan bekannt, ob ich jetzt oder heute Abend gerne weggehen würde und meine Freunde, die ebenfalls Lust dazu haben, melden sich dann per Chat bei mir. Spontane Treffen, ohne zehn Leute durchzutelefonieren."

Kick-Starter Projekt

Diese Spontanität soll nicht nur junge Leute begeistern, sondern auch Leuten über 45 die Freizeit erleichtern. "Mein Vater etwa hat gemeint, er wird die App nutzen, wenn er an einem schönen Samstagvormittag Lust auf eine Motorradpartie hat und nicht alle Motorradfreunde anrufen möchte."

Bis die App in den Stores gratis zum Hinunterladen bereit ist, wird es noch drei Monate dauern. ", Die Android-Version ist fertig, die iOS-Version ist gerade im Entstehen", so Brenner, der mit seinem Team das Projekt mittels Kick-Starter Projekt finanziert. "Bis Mitte Februar müssen mit freien Spenden 20.000 Euro erreicht werden. Aber da die App einzigartig ist und weltweit soweit ich weiß, keine vergleichsweise Handyfunktion existiert, glaube ich natürlich an den Erfolg", so Brenner, der trotz seinem digitalen Reich noch über ein Festnetztelefon in seiner Wiedner Wohnung verfügt. "Aber das ist nur für meine Famile. Die Nummer haben meine Mutter und mein Bruder!"

Alle Infos zur neuen App und dem Kick-Starter Projekt auf www.partymode.cc.

Autor:

Maria-Theresia Klenner aus Hietzing

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