"Teach for Austria" rekrutiert heuer 50 junge Lehrer

Für zwei Jahre Lehrerin: Eva Zangl und Jennifer North (re.) unterrichten an Wiener Pflichtschulen.
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  • Für zwei Jahre Lehrerin: Eva Zangl und Jennifer North (re.) unterrichten an Wiener Pflichtschulen.
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WIEN. Lehrer zu werden hat etwas Endgültiges. Schlägt man diese Laufbahn ein, ist eine berufliche Veränderung oft nicht vorprogrammiert. Junge Pädagogen kennen seit der Uni ihren Arbeitsplatz: Das Klassenzimmer.

Für Eva Zangl und Jennifer North war das anders. Beide sind Quereinsteigerinnen im Lehrerberuf, sogenannte "Fellows" für "Teach for Austria" (TFA), einer gemeinnützigen GmbH. Jedenfalls für die nächsten zwei Jahre.

North hat Internationale Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität studiert. Nach dem Abschluss unterrichtete die 27-Jährige in Costa Rica. So rutschte sie in den Bildungsbereich hinein und lehrt heute an der Liesinger NMS Dirmhirngasse Englisch und Sport. Eva Zangl hat Journalismus an der FH Wien studiert. Danach war sie drei Jahre lang in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Auf der Suche nach mehr Sinn in der Arbeit stolperte die 29-Jährige über "Teach for Austria". Ihr Arbeitsplatz: hinter dem Pult in Integrationsklassen in der Lernwerkstatt Donaustadt.

"Lehrer sollen begeistern"

Gemeinsam ist den beiden, dass sie junge Menschen begeistern und motivieren wollen. "Kindern den Glauben an sich selbst zu schenken, ist ein wichtiger Ansporn für unsere Arbeit. Die Arbeit als Lehrerin ist aber auch für uns persönlich eine wichtige Erfahrung", erklärt North. Sowohl Zangl als auch North sind überzeugt, dass junge Quereinsteiger die Plichtschulen mit frischen Ideen bereichern können. Dazu kommt ein Schuss Idealismus, der dazu ermutigt, "benachteiligte Kinder zu fördern", wie die beiden sagen.

Insgesamt sind in Wien und Salzburg 71 Fellows über "Teach for Austria" tätig. Dort werden sie als ganz normale Lehrkräfte angesehen und bezahlt. Die übliche Lehrzeit beträgt zwei Jahre, eine Verlängerung ist möglich. Voraussetzung: ein Uni-Abschluss und viel Motivation. Es gilt, das aufwendige Bewerbungsverfahren zu überstehen.

2015: 800 Bewerbungen

Im Vorjahr haben sich 800 junge Akademiker bei TFA beworben, 40 setzten sich durch. "Viele machen während dieser Zeit auch eine formelle pädagogische Ausbildung und bleiben im Bildungsbereich", sagt TFA-Chef Walter Emberger. Embergers Vision für das Jahr 2050: allen Kindern eine exzellente Schulbildung zu ermöglichen - ganz unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.

Auch derzeit kann man sich bewerben: www.teachforaustria.at

Autor:

Andreas Edler aus Wieden

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