Werner Gruber eröffnete den Saal der Naturwissenschaften in der NMS Schäffergasse

Werner Gruber lies es im NAWI-Saal ordentlich krachen. Mit der Maschine hinter ihm erzeugte er Blitze.
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WIEDEN. Blitzblank und neu sieht er aus, der Saal, in dem die NMS Schäffergasse zukünftig Naturwissenschaften unterrichten möchte. Einer ist gekommen, um gleich ein Abrissprogramm zu veranstalten. Am Ende ist dem nach zwei Jahren Renovierung neu eröffneten Raum nichts passiert, doch wenn der von den "Science Busters" bekannte Physiker Werner Gruber auftritt, sind laute Geräusche, herumfliegende Splitter und Blitze nicht weit. "Für mich ist das ja bloß eine Verkaufsveranstaltung," sagte Gruber zu Beginn seines Auftritts vor Physiklehrern aus der Schäffergasse und anderen Schulen.

Gruber hält nämlich seit neuestem Experimentierworkshops für Schüler im Planetarium Wien. 150 Euro für 150 teilnehmende Schüler ist sein "Lockangebot" an die Schulen dieser Stadt. "Wir können Dinge zeigen, die auch in einem gut ausgestatteten Saal wie diesem nicht so möglich sind." In der Schäffergasse zeigte Gruber nur "einen kleinen Ausschnitt unseres Programms." Doch der hatte es in sich. Gruber ließ es blitzen und knallen. Flüssiger Stickstoff waberte auf dem Fußboden. Luftdruckraketen flogen durch die Luft.

Mit vollem Körpereinsatz

Gruber ist mit vollem Einsatz bei der Sache. Mit einem Handkantenschlag zerlegte er fünf Holzbretter auf einmal. "Man muss sehr schnell zuschlagen, dann wird die Energie auf die Bretter weitergeleitet und sie zersplittern," erklärte er das Geheimnis zahlreicher Karatefilme. "Wenn man zu langsam ist, funktioniert es nicht. Dann tut es auch weh."
Einen jungen Lehrerkollegen lud Gruber ein, es selbst zu probieren. Aber mit nur einem Brett. Dennoch tönte die Schuldirektorin aus dem Hintergrund: "Wenn das jetzt nicht klappt, dann Krankenstand - nada!" Doch der junge Mann löste seine Aufgabe mit Bravour. Gruber belohnte den Einsatz mit einem Handschlag. Als Höhepunkt lies der Physiker einen kleinen Berg von Ziegelsteinen auf seinen Bauch mit einem riesigen Vorschlaghammer zertrümmern.

Experimentierfreude fördern

Ganz so spektakulär wird es im neuen NAWI-Saal zukünftig nicht zugehen. Doch Experimente stehen im Mittelpunkt der Konzeption. "Die Kinder haben jede Stunde einen Experimentierkasten am Tisch", sagt Petra Pichlöfer von der NMS Schäffergasse. So soll das selbstständige naturwissenschaftliche Arbeiten der Schüler gefördert werden. "Den Kindern macht das einen Riesenspaß," so Pichlöfer. Vielleicht steht bald ein Ausflug ins Planetarium auf dem Programm.

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