Österreichischer Tischtennis Verband
Kleiner Ball begeistert MS Guntramsdorf
- Bernhard Garaus und Georg Melber zeigen wie es (besser) geht.
- Foto: zVg von der MS Guntramsdorf
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Wie viel Begeisterung ein Tischtennisball auslöst, zeigte sich eindrucksvoll an der Mittelschule Guntramsdorf. Im Rahmen der österreichweiten Initiative „Ran an die Platte“ fand das Tischtennistraining statt, an dem insgesamt 35 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Manche entdeckten dabei nicht nur eine neue Sportart, sondern auch verborgene Stärken.
GUNTRAMSDORF / ÖSTERREICH. Mit der Mittelschule Guntramsdorf machte sich eine weitere Schule „Ran an die Platte“. Georg Melber und Bernhard Garaus, zwei Tischtennis-Instruktoren vom TTC Guntramsdorf 1985 waren vor Ort, um die Einheiten – gemeinsam mit den Sportlehrerinnen und -lehrern – anzuleiten.
Gemeinsam vermittelten sie den Jugendlichen die Grundlagen des Tischtennissports und sorgten gleichzeitig für eine motivierende Atmosphäre, in der Leistung und Freude an der Bewegung gleichermaßen im Mittelpunkt standen.
GRUNDLAGEN ZUERST
Eröffnet wurde das Training mit der umungänglichen Einführung in die wichtigsten Aspekte des Sports. Auf diese folgten tischtennisspezifisches Aufwärmen und Koordinationsübungen mit ersten technischen Inhalten. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Schritt für Schritt die richtige Schlägerhaltung und die korrekte Grundstellung am Tisch. Darauf aufbauend wurden Vorhand- und Rückhandkonter erklärt und unmittelbar im Einzeltraining mit den Trainern geübt.
Besonders großen Wert legte das Trainerteam auf eine abwechslungsreiche Übungsgestaltung. Regelmäßige Ballwechsel auf beiden Schlaghandseiten wechselten sich mit anspruchsvolleren Aufgaben ab, bei denen Beinarbeit und Reaktionsfähigkeit gefragt waren. Vor eine besondere Herausforderung wurden die Jugendlichen bei Übungen mit wechselnden Ballfolgen gestellt. Dabei machten die meisten jedoch rasch sichtbare Fortschritte. Die Spieleröffnung ist beim Tischtennis ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste, Teil des Spiels. Deshalb wurden die Hinweise zum regelkonformen Aufschlag regelrecht aufgesogen, um das künftige Gegenüber sofort in die Defensive zu drängen.
VORKENNTNISSE IRRELEVANT
Wichtig bei solchen Angeboten ist das Abholen und Berücksichtigen aller. Während einige Jugendliche bereits Erfahrungen aus dem Familien- oder Freizeitsport mitbrachten, hielten andere zum ersten Mal einen Tischtennisschläger in der Hand. Natürlich wurden alle Teilnehmenden auf ihrem individuellen Leistungsniveau abgeholt.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell die Schülerinnen und Schüler unseren Hinweise umgesetzt haben“, erzählt Georg Melber. „Viele schafften zu Beginn kaum drei Ballwechsel. Am Ende waren alle in der Lage, längere Rallyes zu spielen und versuchten sogar erste taktische Überlegungen in ihre Matches einzubauen.“
Nach den Technikübungen durfte das Spielen natürlich nicht fehlen. Zunächst traten die Jugendlichen in verkürzten Sätzen gegen die Trainer an, um anschließend gegeneinander zu spielen. Besonders beliebt waren auch die abwechslungsreichen Spielformen wie das traditionelle „Ringerl“, bei dem Geschicklichkeit, Konzentration und Schnelligkeit gleichermaßen gefragt sind. Wer bereits weiter fortgeschritten war, versuchte sich an weiteren Techniken und erhielt dazu individuelles Feedback von den Trainern.
FORTSCHRITT MOTIVIERT
Neben der sportlichen Entwicklung waren auch die sozialen Aspekte des Projekts augenscheinlich. Gegenseitige Unterstützung, Fairness und Respekt prägten das Miteinander an den Tischen. Aus anfänglicher Unsicherheit entwickelte sich bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern schnell Selbstvertrauen und Ballsicherheit. Jede gelungene Ballstafette wurde mit geballter Faust gefeiert und manchmal auch mit spontanem Applaus der Kolleginnen und Trainer belohnt.
Auch die Begeisterung der Teilnehmenden war deutlich spürbar. „Wir hätten nie gedacht, dass Tischtennis so anstrengend und gleichzeitig so spannend sein kann“, meinten Schüler der dritten Klasse nach dem Abschlussturnier.
Für Georg Melber bestätigt das Projekt den Sinn von Kooperationen zwischen Schule und Sportverein. „Gerade in diesem Alter kann man Kinder und Jugendliche nachhaltig für Bewegung begeistern. Wenn dabei sogar Talente entdeckt werden, ist das natürlich umso schöner.“
Mit „Ran an die Platte“ ist es eindrucksvoll gelungen, den Schülerinnen und Schülern die Faszination des Tischtennissports näherzubringen. Die Verbindung aus professioneller Betreuung, abwechslungsreichen Trainingsformen und viel persönlichem Engagement macht das Projekt zu einem vollen Erfolg. Gleichzeitig zeigte sich, dass Schule und Sportverein gemeinsam weit mehr erreichen können als die reine Vermittlung sportlicher Fähigkeiten – sie schaffen Begeisterung, stärken Gemeinschaft und wecken vielleicht sogar die Leidenschaft für ein lebenslanges Hobby.
Besonderer Dank gilt – auch in diesem Fall – dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS). Durch die Förderinitiative „Olympia goes school“ werden Programme wie „Ran an die Platte“ erst möglich.
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