2001: Odyssee im Weltraum
Im Dreivierteltakt durch Raum und Zeit
- Der Donauwalzer spielt eine nicht unwesentliche Rolle im 1968 erschienenen Science-Fiction-Film.
- Foto: Szene aus 2001: Odyssee im Weltraum
- hochgeladen von Kevin Chi
Vor fast 55 Jahren schuf der legendäre Regisseur Stanley Kubrick die Weltraumoper "2001: Odyssee im Weltraum". Hinter dem Meisterwerk kann man viele Prädikate anhängen: opulent, visionär und seiner Zeit ganz weit voraus. Auch spielt der Donauwalzer eine nicht unwesentliche Rolle im 1968 erschienenen Science-Fiction-Film.
WIEN. Von angestaubt kann keine Rede sein. Wer sich heute noch Stanley Kubricks' Science-Fiction-Oper "2001: Odyssee im Weltraum" ansieht, realisiert: Auch nach über 50 Jahren trieft der Film nur so vor innovativen Ideen. Das beginnt schon bei den Stilmitteln, die der legendäre US-amerikanische Regisseur (1928-1999) gekonnt zu einsetzen vermochte.
Viele dieser Stilmittel dachte sich der Regisseur selbst aus und werden noch heute in Filmschulen gelehrt. Man nehme nur die "Knochenwurfszene" am Anfang des Films. Ein Urmensch wirft triumphierend einen Knochen hoch in den Himmel, der nach einem der berühmtesten Schnitte der Filmgeschichte zum Raumschiff wird.
- Im wohl berühmtesten Schnitt der Filmgeschichte wird aus dem Knochen ...
- Foto: Szene aus 2001: Odyssee im Weltraum
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Walzer im Weltraum
Auch beim Einsatz der Filmmusik zeigte Kubrick für seine Zeit ganz neue Maßstäbe. Der Sonnenaufgang in der Anfangssequenz zu den opulenten Klängen von Richard Strauss‘ "Also sprach Zarathustra" war eine bewusste Entscheidung des Regisseurs gegen die fast schon abgeschlossene Arbeit des Filmkomponisten Alex North.
Denn – so erklärte es Kubrick damals in einem Interview – warum sollte er weniger gute, neu geschriebene Musik benutzen, wenn es doch schon eine solche Auswahl an großartiger Orchestermusik gebe?
- ... ein Raumschiff!
- Foto: Szene aus 2001: Odyssee im Weltraum
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Auch ein Wien-Bezug findet sich in der Filmmusik von "2001: Odyssee im Weltraum" wieder. So schwebt das oben erwähnte Raumschiff in einer unvergesslichen Szene zu den Klängen von Walzerkönig Johann Strauss‘ "An der schönen blauen Donau" durchs Weltall.
Film erschien ein Jahr vor Mondlandung
Der Sonnenaufgang und das im Dreivierteltakt tanzende Raumschiff gehören gerade durch die starke Präsenz der Musik zu den berühmtesten Szenen der Filmgeschichte, die in den folgenden Jahrzehnten viele Nachahmer finden sollten.
"2001: Odyssee im Weltraum" handelt von den Anfängen der Menschheit und einem mysteriösen Monolithen, der diese auf die nächste Evolutionsstufe verhilft und bis in deren fernen Zukunft begleitet.
Aber es geht auch um die kollektive Sehnsucht, die Wiege der Menschheit – die Erde – hinter sich zu lassen und zu den Sternen zu reisen. Ein Traum, den die Menschheit in der realen Welt ein Jahr nach Erscheinen des Films einem "großen Schritt" näher kommt: Am 21. April 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.
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