CFA Society Austria Preis: FHWN-Alumni siegreich

Martin Worel, CFA (Grader Society Austria Prize) und die drittplatzierte Nora Zsuzsanna Nagy.
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  • Martin Worel, CFA (Grader Society Austria Prize) und die drittplatzierte Nora Zsuzsanna Nagy.
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Die Vereinigung österreichischer Investmentanalysten, CFA (Chartered Financial Analysts) Society Austria, prämierte in der vergangenen Woche herausragende akademische Arbeiten zum Thema „Investments“. Zwei Alumni der Fachhochschule Wiener Neustadt, die im Rahmen ihres Studiums die Spezialisierungen "Europäische Finanzierung und Risikomanagement" und "Treasury and Investment" gewählt haben, wurden dabei für Ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

WIENER NEUSTADT. Für die bewährte CFA Society Austria Jury ist der CFA Preis ein wichtiger Beitrag zur Aus- und Weiterbildung. Sechs Mitglieder von CFA Society Austria wählten gemeinsam die drei Preisträgerinnen und Preisträger. Beurteilt wurden Praxisrelevanz, Aufarbeitung und Darstellung, innovativer Ansatz und die Untersuchungsmethodik. Es wurden nur Arbeiten, die an österreichischen Universitäten oder Fachhochschulen geschrieben und mit der Note „Sehr gut“ benotet wurden, zur Einreichung akzeptiert.

Den Sieg des hochkarätig besetzten Wettbewerbs holte sich Tamás Kácsándi, der im Master-Studiengang Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung an der Fachhochschule Wiener Neustadt seine Masterarbeit zu dem Thema "Fitting yield curves using parametric and spline-based models" verfasste. Betreut wurde die Arbeit von Mag. Robert Senz.

Die Renditekurven geben Anlegern und Ökonomen Hinweise zur Bewertung des aktuellen und erwarteten Zustandes der Finanzmärkte und geben Aufschluss über das wirtschaftliche Potenzial eines Landes oder einer Wirtschaftsregion. Die zentrale Forschungsfrage der Arbeit war, ob die Europäische Zentralbank (EZB) das statistisch genaueste und robusteste Modell anwendet. Die Ergebnisse bestätigen, dass das Svensson Model, welches von der EZB angewendet wird, alle anderen zurzeit verwendeten Modelle übertrifft.

Zwei Stockerlplätze für die FH Wiener Neustadt

Neben Platz 1 bringt auch der dritte Rang für die Fachhochschule Wiener Neustadt Anlass zur Freude, denn auch hier wurde eine Alumna und deren Abschlussarbeit ausgezeichnet. Nora Zsuzsanna Nagy, die an der FH Wiener Neustadt den Master-Studiengang "Business Consultancy International“ absolvierte, beschäftigte sich in Ihrer Master-Thesis mit dem Thema „The power of interest rates on equity market“.

Die Wirtschaftstheorie besagt, dass bei steigenden Zinssätze, Bargeld teurer wird und höhere Abzinsungssätze auf abgezinste Cashflows angewendet werden, weshalb die Aktienkurse fallen. Die Masterarbeit untersucht die Auswirkung auf die Zinssätze für Aktienrenditen indirekt durch die am VIX-Index gemessene Volatilität der Aktienmärkte. Basierend auf den Untersuchungen, sollten Aktieninvestoren die Geldpolitik bei Finanzentscheidungen nicht vernachlässigen.

„Wir freuen uns, dass wir zum großen Ansehen der Fachhochschule Wiener Neustadt beitragen konnten, indem wir mit unseren Masterarbeiten den ersten und dritten Platz des CFA Society Austria Prize 2019/20 belegt haben. Unser Dank gilt bei Mag. Robert Senz für seine hilfreichen Beobachtungen und Empfehlungen während der Vorbereitung der Masterarbeiten – außerdem möchten wir uns bei Dr. Kinga Niemczak dafür bedanken, dass sie uns beiden diese große Chance ermöglicht hat“, so die beiden geehrten Alumni der FH Wiener Neustadt.

Hochwertige Forschungsarbeiten

Die Leiterin des Fachbereichs Finance & Applied Economics an der FH Wiener Neustadt, Dr. Kinga Niemczak, nahm stellvertretend für Tamás Kácsándi die Auszeichnung entgegen und freute sich über die Erfolge ihrer beiden Schützlinge. „Wir gratulieren Tamás und Nora zu ihren Erfolgen! Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Studiengänge unsere Studierenden dabei unterstützen, qualitativ hochwertige Forschungsarbeiten durchzuführen, die von angesehenen Organisationen, wie dem CFA-Institut, honoriert werden.“

Die CFA Society Austria wurde 2001 als 101. lokaler Verband des CFA Institutes – der international renommierten Vereinigung von Investment Professionals in 59 Ländern – gegründet. CFA steht für „Chartered Financial Analyst“ und ist ein Titel, den diejenigen tragen dürfen, die alle drei Teilprüfungen des CFA Institutes, die einmal im Jahr weltweit stattfinden, absolvieren und zusätzlich vier Jahre Berufserfahrung nachweisen können. Nicht zuletzt fungiert CFA Society Austria als Ansprechstelle für ethische Fragen, Integrität und „best practice“ im Bereich der Finanzbranche in Österreich.

Martin Worel, CFA (Grader Society Austria Prize) und die drittplatzierte Nora Zsuzsanna Nagy.
Prof. Kinga Niemczak (stellvertretend für den Gewinner Tamás Kácsándi) und Thomas Bobek, CFA (Grader Society Austria Prize).
Autor:

Doris Simhofer aus Wiener Neustadt

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