Offene Kirche
Für eilige Beter: „Park+Pray“ vor der Kirche von Lichtenegg

Lichtenegg (Red). Die Eröffnung des ersten Park+Pray-Standortes in der Buckligen Welt wird am Sonntag, den 7. Oktober um 9:45 Uhr in Lichtenegg durch Bürgermeister Josef Schrammel und durch den Pfarrer des Ortes, Thomas Rath, erfolgen. Lichtenegg ist eine rund 1000 Seelen Gemeinde mitten in der Buckligen Welt, unweit von Grimmenstein, die sich bemüht für junge und alte Bewohner attraktiv zu sein. Eine Besonderheit des Ortes ist weiters, dass zur Pfarre auch eine imposante Wallfahrtskirche, Maria Schnee, in Kaltenberg gehört.

Die Eröffnung des Park+Pray Parkplatzes und Fahrradständer findet im Rahmen des Erntedankfestes statt. Die katholische Frauenbewegung und die Bäuerinnen und Bauern des Ortes werden nach der Hl. Messe eine Agape mit regionalen Schmankerln am neuen Dorfplatz anbieten. Es ist auch Handwerkskunst aus Lichtenegg ausgestellt. Ebenso wird eine Holzbank aus dem Landjugend-Projekt„24 Stunden für einen guten Zweck“ versteigert; der Erlös wird in der Region gespendet.

Eröffnung in Schwarzau am Steinfeld

Die Eröffnung des ersten Park+Pray-Standortes im Steinfeld wird am Sonntag, den 7. Oktober um 9 Uhr in Schwarzau am Steinfeld durch Bürgermeister Günter Wolf und durch den Pfarrer des Ortes, P. Martin Glechner COp, erfolgen. Schwarzau am Steinfeld liegt gute 10 Kilometer südlich von Wiener Neustadt und ist für sein Schloss bekannt, wo der letzte österreichische Kaiser, der selige Karl seine Zita heiratete und wo heut zu Tage Frauen einsitzen. In der Nähe der Kirche ist aber auch der Sitz der KGI, der Katholischen Glaubensinformation.

Die Eröffnung des Park+Pray Parkplatzes findet im Rahmen des Erntedankfestes statt. Dieses Fest wird als Familien und Kindermesse gestaltet. Der Park+Pray Parkplatz ist gleich an der Apsis der Kirche gelegen, wo sich auch die Anbetungskapelle befindet (Anbetungszeiten: Sonntag 17.00 – 20.00 Uhr Dienstag 18.00 – 21.00 Uhr Donnerstag 8.30 – 10.30 Uhr und 18.00 – 21.00 Uhr). Die Kirche selbst mit geistlicher Literatur und einladenden Sitzgelegenheiten ist von 7 bis 19 Uhr täglich offen.

Was ist Park+Pray?

Wer mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, dem bieten von nun an acht Kirchgemeinden einen Stopp zum Kraft-Tanken an. „Egal, ob am Weg zum Großeinkauf, nachhause von der Arbeit, oder einfach nur auf der Durchreise, der Park+Pray-Stellplatz ermöglicht es, einen Stopp bei der Kirche zu machen und die Seele neu aufzutanken,“ so laden die Park+Pray-Verantwortlichen der Erzdiözese Wien ein, sich ein wenig Ruhe und Besinnung im Alltagstrubel zu gönnen.

„Sie sind mit dem Auto unterwegs und möchten kurz für ein Gebet bei der Kirche eine Pause einlegen,“ fragt also das Park+Pray-Team die Autofahrer: „Genau dafür gibt es ab nun die extra gekennzeichneten Parkplätze vor sechs Kirchen.“ Für Fahrradfahrer gibt Fahrradständer bei sieben Kirchen im östlichen Niederösterreich und am Wiener Stadtrand.

Wo sind die ersten Park+Pray-Parkplätze

Park and Pray Hinweistafeln findet man sowohl im Weinviertel, etwa in Gänserndorf oder Laa an der Thaya, an der Kirche von Leopoldau in Wien, der Erlöserkirche in Wiener Neustadt und im südlichen Niederösterreich in Neu-Guntramsdorf, Schwarzau an Steinfeld, Maria Schutz am Semmering oder in Lichtenegg in der Buckligen Welt. Alle Informationen findet man auf www.erzdioezese-wien.at/parkpray

Eröffnungstermine der ersten Park+Pray-Standorte:

Lichtenegg: 7.10.,  9:45 Uhr beim Erntedankfest
Schwarzau: 7.10., 9:00 Uhr, Erntedankfest (Familien- und Kindermesse)

Weitere Termine:
Laa a.d. Thaya (25. Oktober)
Weitere Eröffnungen (noch nicht fixiert): Wr. Neustadt (Erlöserkirche), und Wien-Leopoldau

Vorbilder der Idee

Im Land des allgegenwärtigen Drive-In, den USA, kann man für seine Kirchgemeinde natürlich vorgefertigte „Park+Pray-Schilder“ ganz einfach im Internet kaufen. Näher bei uns, in der Steiermark gibt es an einer Bundesstraße bereits eine kleine Kapelle, die beim Durchfahren zum Anhalten einlädt und Autobahnkirchen, wie bei Klagenfurt gibt es auch da und dort.

Das Netzwerk der Park+Pray-Parkplätze ist hier ein wenig anders angedacht, weil hier vor allem die Menschen der Umgebung eingeladen sind, bei ihren regelmäßigen Wegen, etwa zum Einkaufen oder am Heimweg von der Arbeit mit Auto oder Fahrrad kurz bei der Kirche einen Stopp einzulegen.

„Mein Herr, ...geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! ...dann könnt ihr euer Herz stärken, danach mögt ihr weiterziehen;“ heißt es im Buch Genesis (Gen 18, 3-5), so laden die Kirchen dazu ein, mit einem kurzen Moment der Stille und Besinnung, sich die nötige Stärkung für den Tag zu sichern.

Eingebettet ins Projekt „offene Kirche“

Das Projekt hinter Park+Pray heißt „offene Kirchen“ und es soll Bewusstsein schaffen für den Wert der offenen, einladenden Türen von Kirchen und motivieren Kirchen (mehr) offen zu halten. Es besteht aus einem Bündel an Einzelprojekten, aus denen die Verantwortlichen in Pfarren und Gemeinden die für sie passendsten Hilfsmittel zum Öffnen/offen Halten auswählen können. Das geht von ruhiger Musik, die aus offenen Kirchentüren dringt, das Projekt namens KirchenDur, über Tage der offenen Türe, bauliche Sicherungsmaßnahmen bis hin zu einer geplanten Kirchenführungs-APP.
Dem Türöffner Team ist es wichtig, dass möglichst viele Kirchentüren in der Erzdiözese gut sichtbar offen stehen, denn: „Christus ist die Tür des Heils, die weit offen steht,“ sagt Papst Franziskus: „damit jeder Barmherzigkeit finden kann.“
Jedes der Teilprojekte der „offenen Kirche“ hat einen Heiligen im Himmel als speziellen Patron. Park and Pray wurde dem Sel. Ladislaus Batthyany anvertraut. Der fromme Arzt fuhr gerne mit seinem Auto, etwa von Kittsee aus ins südliche Niederösterreich und hat es auch selber repariert.

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