Montessori Camus

BEZIRK WIENER NEUSTADT. Montessorihaus und Erwachsenenbildung am Hof zu den 7 Zwetschken genehmigt am 12.12.2019
Projektträger: Verein zur Förderung der Potentialentfaltung, sowie der Natur- und Weltverbundenheit

Nach langem Leerstand wird der alte Bauernhof, mit dem neuen Namen Hof zu den 7 Zwetschken, seit 2011 wieder bewohnt und zum Zwecke der Selbstversorgung von Edina und Josef Camus, neben ihrem Lehrberuf an höheren Schulen und der Betreuung ihrer Kinder Lea (2015) und Alba (2017), bewirtschaftet. Nun will die Familie noch viel mehr aus dem Hof machen und ihn zu einem Ort der Lernfreude und Naturverbundenheit für nachhaltige und ganzheitliche Entwicklung machen.

Ausbildungen:

Edina Camus: Lehramt Italienisch und Französisch, Montessori Diplom, Zertifikatskurse Kräuterpädagogik, Permakultur Design, Ecovillage Design Education.

Josef Camus: Diplomstudium Theologie, Lehramt Theologie& Psychologie& Italienisch, Montessori Diplom, Landwirtschaftlicher Facharbeiter, Zertifikatskurse Almerlebnispädagogik, Stallprofi, Obstbaumwart.

Wissenswertes über den Hof

Genaue Aufzeichnungen über das Alter des Hofes, der im Ortskern von Gerasdorf am Steinfeld liegt, gibt es nicht. Vermutlich sind die ersten Gebäude schon vor 1850 entstanden, zumal schon im franziszäischen Kataster das Bauernhaus als Nummer 18 mit Holzscheune und Ausgedinge mit Schuppen eingezeichnet sind. Aktuell umfasst er eine Fläche von 4000m2 mit Wohnhaus, Stallungen, Scheune, Ausgedinge, Werkstatt usw. Davon ist der Obstgarten mit vielen alten Obstbäumen groß. Eine weitere Streuobstwiese mit 3500 m2, die durch Neupflanzungen verschiedener Sorten erhalten wird, wurde 2017 dazu gekauft. Bemerkenswert an diesem Hof ist, dass der ursprüngliche Charakter des Hofes komplett erhalten ist. Das sieht man an den Holz- und Steingebäuden, aber auch an der Ansammlung von alten Geräten und Werkzeugen aus der Zeit vor der Mechanisierung der Landwirtschaft. Vieles ist hier erhalten geblieben und bietet Einsicht in die alte Arbeitsweise am Land, zum Beispiel an Hand einer noch funktionierenden Balkenpresse aus dem Jahre 1899.

Am Hof leben Ziegen, Schafe, Hühner, Enten, Kaninchen, Bienen, Hund und Katz. Die Familie produziert im kleinen Rahmen Ziegenkäse, Honig, Schnaps, Liköre, Marmeladen, Säfte, Eingemachtes, Kräuterprodukte usw.

Ausgangslage

Kinder dürfen niemals ihre angeborene Freude am Lernen und ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, denn das ist ihr größter Schatz und nur so ist lebenslanges Lernen und Lebenslust nachhaltig möglich. Darum wollen wir einen Ort schaffen, wo Kinder ihr reiches Potential entfalten können, indem sie neue Wege des Lernens gehen und so zu bewussten Gestaltern ihrer Umwelt heranwachsen, die zu einer friedvollen Gesellschaft beitragen und Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit finden. Erwachsene sollen Anregungen für einen naturverbundenen, zukunftsfähigen Lebensstil bekommen und durch die Vernetzung mit Gleichgesinnten bestärkt werden. Die Region wird durch ein alternatives Bildungsangebot bereichert, und profitiert von Aktivitäten des Hofes wie z.B. die Erhaltung von Streuobstwiesen mit alten Obstsorten oder die Errichtung eines Naturlehrpfads.

Vorhaben/Aktivitäten

Aufbau eines Montessorihauses mit Erwachsenenbildung am Hof.
Es soll ein innovatives Vorzeigeprojekt mit starker Ausstrahlungskraft geschaffen werden, in der Überzeugung, dass es neue Wege des Lernens braucht, die größtmögliche Achtsamkeit in der Begleitung der wichtigsten Bildungsjahre der Kinder, sowie die Wiederbelebung von Lern- und Lebenslust der Erwachsenen. Kindern soll ermöglicht werden, ihr reiches Potential zu entfalten und ihren inneren Antrieb, ihre Freude am Lernen und ihre Begeisterungsfähigkeit niemals zu verlieren. Erwachsene soll gleichermaßen Mut gemacht werden, ihre Freude am Lernen wieder zu entdecken. Gleichzeitig soll ein kleiner Beitrag geleistet werden, für eine friedvolle Gesellschaft und dafür braucht es Kooperation statt Konkurrenz, wertschätzende und verbindende Kommunikation und das Bewusstsein der eigenen Würde jedes Einzelnen, um niemals die Würde anderer zu verletzen.

Einzigartig in unserer Region

Ein Montessori Kinderhaus am Bauernhof gibt es noch nicht in Niederösterreich. Durch die Verbindung verschiedener Lebensbereiche (Anbau, Ernte, Veredelung von Obst und Gemüse, Tierhaltung, Milchverarbeitung, Imkern, Kunst, Kultur, Handwerk, Weltwissen, Sprachen), findet ganzheitliches Lernen in familiärer Atmosphäre statt. Interesse, Begeisterungsfähigkeit und Beziehungsfähigkeit sind wesentliche Bestandteile dieses natürlichen Entwicklungsprozesses, welcher achtsam begleitet wird und mit den Jahren zu einem tiefgehenden und verbundenen Weltwissen führt. Kinder werden in ihrer Einzigartigkeit gesehen und ihr Wunsch nach Eigenständigkeit und sinnerfülltem Tun geht in Erfüllung, denn sie dürfen schon früh etwas bewirken, gestalten und Lösungen finden.

Hinzu kommt die Wertschätzung des sozialen und generationenübergreifenden Lernens. Wir möchten das Zusammentreffen von Jung und Alt ermöglichen, damit voneinander gelernt werden kann und altes Wissen nicht verloren geht. Vielfalt statt Einfalt ist uns in allen Bereichen wichtig, nicht nur im Garten sondern auch im Kennenlernen und Verstehen anderer Kulturen. Eine nachhaltige und ökologische Bauweise wird bei der Errichtung der Räumlichkeiten konsequent umgesetzt, denn ein gesundes Raumklima ist Voraussetzung für freudvolles Lernen und den zukünftigen Generationen soll kein Sondermüll hinterlassen werden.

Angebot für Kinder

Im ersten Schritt soll ein Montessori Kinderhaus für Kinder von 2,5-6 Jahren errichtet werden. Es soll dann weiter zu einer Montessori Schule wachsen. Das Kinderhaus am Hof soll ein Ort sein, wo Kinder in eine kleine Gemeinschaft hineinwachsen können und sie Zeit und Ruhe haben, einerseits im Gruppenraum sich den sogenannten „Übungen des täglichen Lebens“ zu widmen, mit ganzheitlichem Montessorimaterial zu arbeiten oder großen Erzählungen von der Welt, dem Tierreich, der Entwicklung der Menschheit etc. zu lauschen und andererseits die Tätigkeiten draußen bei den Tieren und im Garten mitzumachen. Die Kinder können ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit erfahren und zu bewussten Gestaltern ihrer Umwelt werden.

Autor:

Doris Simhofer aus Wiener Neustadt

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