Nach Hartlauer-Überfall: Rammbock-Bande in Haft

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WIENER NEUSTADT. Schon im Dezember wurde die Hartlauer-Filialie in der Fußgängerzone das Opfer einer Rammbock-Bande. Kein halbes Jahr später ist die Auslage des "Löwen" wieder zersplittert. In der Nacht von Sonntag auf Montag rasten unbekannte Täter mit einem Auto in das Portal.
Sie hatten es hauptsächlich auf Film- und Fotokameras abgesehen. Die genaue Schadenssumme ist noch nicht bekannt, dürfte aber beträchtlich sein.
Schon wenige Stunden später klickten für die Täter die Handschellen.
In den frühen Montagmorgenstunden gingen der Polizei im Zuge der laufenden Intensivfahndung und Observationen vier Rumänen im Alter von 31, 34, 41 und 42 Jahren in Netz. Sie wurden bei Schwechat, auf der S1, Fahrtrichtung A4, im ASFINAG Straßentunnel „Rannersdorf“, festgenommen. Das erbeutete Diebesgut (Digitalkameras, Objektive und Mobiltelefone) und das von den Tätern benützte gestohlene Fahrzeug konnte sichergestellt werden.
Von den Beschuldigten und von zwei weiteren ausgeforschten Mittätern wurden in verschiedenen personellen Zusammensetzungen von Oktober 2015 bis 18. April 2016, folgende Blitz-Einbruchsdiebstähle begangen:

· Nachts zum 01.10.2015 – Blitz- ED in den Hartlauer in 3300 Amstetten, Bezirk Amstetten, NÖ
· Nachts zum 28.10.2015 – versuchter Blitz-ED in die Hartlauer Filiale in 3335 Weyer/ Enns, Bezirk Steyr Land, OÖ
· Nachts zum 29.10.2015 – Blitz-ED in das Elektrogeschäft Puntigam in 8650 Kindberg, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, Stmk
· Nachts zum 06.12.2015 – Blitz-ED in die Hartlauer Filiale in 2700 Wiener Neustadt, Bezirk Wiener Neustadt, NÖ
· Nachts zum 11.01.2016 – Blitz-ED in die Hartlauer Filiale in 3300 Amstetten, Bezirk Amstetten, NÖ
· Nachts zum 22.03.2016 - Blitz-ED in die Hartlauer Filiale in 3335 Weyer/ Enns, Bezirk Steyr Land, OÖ
· Nachts zum 18.04.2016 – Blitz-ED in die Hartlauer Filiale in 2700 Wiener Neustadt, Bezirk Wiener Neustadt, NÖ

Zu den Einbrüchen in Hartlauer Filialen wird angeführt, dass die Beschuldigten vor ihren geplanten Straftaten Fahrzeuge verschiedenster Marken stahlen, mit diesen gestohlenen Fahrzeugen die Eingangsportale der Geschäfte zertrümmerten (Rambockmethode), so in das Innere der Filialen gelangten, mit verschiedenen Werkzeugen die Vitrinen demolierten und danach die hochpreisigen Geräte stahlen. Anschließend fuhren sie mit den erbeuteten Fahrzeugen im Frühverkehr Richtung ungarische Grenze und weiter nach Rumänien. Die gestohlenen Fahrzeuge ließen sie kurz nach der österreichischen Grenze auf ungarischem Staatsgebiet zurück.
Zum derzeitigen Ermittlungsstand können den vorangeführten Beschuldigten und weitere Mitttätern weitere Firmen- und Geschäftseinbrüche, Wohnhauseinbrüche, Fahrzeug- und Treibstoffdiebstähle in den Bundesländern NÖ, OÖ und Stmk nachgewiesen werden. Den gestohlenen Treibstoff verwendeten sie für ihre Fahrzeuge während ihres Aufenthaltes in Österreich und für die Flucht nach Rumänien. Die gestohlenen Werkzeuge verwendeten sie zum Zertrümmern der Glasvitrinen in den Hartlauer Filialen.
2 weitere Mittäter dieser Gruppierung konnten bereits ausgeforscht werden. Gegen diese Beschuldigten werden bei der Staatsanwaltschaft Leoben entsprechende europäische Haftbefehle beantragt.
Der Gesamtschaden dieser Einbruchsserie beträgt ca. 500.000 Euro. Aufgrund der professionellen Vorgangsweise der Beschuldigten bei den jeweiligen Tatausführungen kann von hoher krimineller Energie ausgegangen werden.
Die vier festgenommenen Beschuldigten wurden über Auftrag der Staatsanwaltschaft Leoben in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.

Autor:

Bianca Werfring aus Mattersburg

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