19.12.2017, 17:57 Uhr

Altlengbach: Budget 2018 von ÖVP und SPÖ beschlossen

Ins Ortszentrum werden 760.000 Euro investiert. (Foto: Punz)
ALTLENGBACH (red). In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Altlengbach wurde der Haushaltsvoranschlag für 2018 beschlossen. Er sieht Einnahmen und Ausgaben von insgesamt 7,2 Millionen Euro für das kommende Jahr vor. Über den ordentlichen Haushalt mit rund 5,2 Millionen Euro werden – vereinfacht gesagt – die laufenden Ausgaben und Einnahmen der Gemeinde abgebildet und finanziert. "Das ist ein solides Budget, mit dem wir weiter in die notwendige Infrastruktur investieren können, um den Bedürfnissen Rechnung zu tragen", so Bürgermeister Michael Göschelbauer (ÖVP). "Wir wirtschaften sehr sparsam und haben einen stabilen Soll-Überschuss."

Drei wichtige Vorhaben

Über den außerordentlichen Haushalt werden die konkreten Projekte der Gemeinde abgewickelt. Die drei wichtigsten Vorhaben diesbezüglich sind die Umsetzung eines Regenwasser-Ableitungssystems auf der Kaiserhöhe (775.000 Euro) zum Schutz der dort bestehenden Liegenschaften. Weiters beginnt die Marktgemeinde mit der Errichtung der Infrastruktur (Wasser, Kanal, Straße) beim Projekt in Nest (rund 400.000 Euro). Darüber hinaus wird ein Liegenschaftsankauf durch die Gemeinde durchgeführt (760.000 Euro), der für die Entwicklung des Ortszentrums von Bedeutung ist. Dieser Ankauf wird aus den Rücklagen finanziert.

Sachliche Debatte

Der Darlehensstand der Gemeinde liegt bei rund 5,2 Millionen Euro, davon rund 2,9 Millionen Euro langfristige Darlehen Wasser/Kanal, rund 1,2 Millionen Euro, die für den neuen Kindergarten aufgenommen wurden und rund 1,1 Millionen Euro für den Ankauf der Flächen in Nest. Pro Jahr zahlt die Gemeinde rund 400.000 Euro aus eigener Kraft an Darlehen zurück. Die Debatte im Gemeinderat verlief weitgehend sachlich.

Kritik von FPÖ

Nur einmal kamen kurz Emotionen auf, als FP-Gemeinderat Singer den Anstieg der Schulden kritisierte. Die Reaktion fiel heftig aus: "Wenn Sie der Meinung sind, wir hätten den neuen Kindergarten nicht bauen sollen, dann stehen Sie dazu und sagen das auch laut", so Vizebürgermeister Daniel Kosak in Richtung des Freiheitlichen. "Der Kindergarten und das Projekt zur Regenwasser-Ableitung auf der Kaiserhöhe sind alternativlos gewesen." Dem Darlehen für den Ankauf der Nest-Grundstücke wiederum stünden ja genau diese Grundstücke, mit einem weit höheren Verkaufswert, als Gegenwert gegenüber. Der Voranschlag wurde mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ beschlossen und liegt im Detail für alle Bürger zur Einsicht am Gemeindeamt auf.

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.