16.03.2017, 14:13 Uhr

Lavanttaler haucht Holz Leben ein

Der Bildhauer Siegfried Wutti aus Kragelsdorf hat sich mit seinen Werken aus Holz und Stein längst einen Namen gemacht (Foto: Mörth)

Der Bildhauer Siegfried Wutti schnitzt auch Skulpturen aus Holz.

petra.moerth@woche.at

KRAGELSDORF. Im Garten vor dem Haus des Lavanttaler Bildhauers Siegfried Wutti (50) in Kragelsdorf tummeln sich jede Menge aus Holz geschnitzter Figuren.

Metier gewechselt

"Mein erstes Stück war ein Relief. Das habe ich mit einem Stanleymesser aus Lindenholz geschnitzt. Doch dann wollte ich Nägel mit Köpfen machen", erzählt der ursprünglich gelernte Mechaniker und Schlosser Siegfried Wutti, der seine Brötchen früher hauptsächlich auf Montage verdient hat. Nach einer schweren Erkrankung begann der kreative Lavanttaler vor knapp zehn Jahren auf dem zweiten Bildungsweg in der Schnitzschule Naschenweng in Obervellach die Berufsausbildung zum Bildhauer. Rund drei Jahre später im Jahr 2011 absolvierte der Lavanttaler die Lehrabschlussprüfung zum Holz- und Steinbildhauer erfolgreich. Seit dieser Zeit entstehen in Wuttis Werkstatt vor allem Auftragswerke am laufenden Band. "Ich hole mir dicke Bretter aus hochwertigem Holz aus dem Sägewerk. Meistens Zirbe oder Linde. Dann wird entkernt, entfernt, gehobelt und geleimt. Damit sich die geschnitzte Figur später als fertige Skulptur nicht verzieht", schildert Wutti die Vorgangsweise beim Schnitzen mit Schnitzeisen. Bei den Schnitzereien des Lavanttalers handelt es sich in erster Linie um Skulpturen, Reliefs oder Weinfässer. "Ich schnitze meistens nach Vorgabe der Kunden. Die Wünsche halte ich auf einer Skizze fest", so Wutti, dessen vielfältige Kunstwerke aus Holz sowohl naturbelassen als auch coloriert oder vergoldet erhältlich sind.

Zweite Variante

Beim Motorsägenschnitzen dient Wutti ein Stamm als Fundament. Bei diesem Stamm wird zunächst die Rinde entfernt. "Zum Vorschneiden verwende ich eine ganz normale handelsübliche Motorsäge, beim Verfeinern kommt eine kleinere, leichtere Motorsäge mit Carvingschwert zum Einsatz", erzählt der Bildhauer, der in seiner Freizeit gerne auf seiner Harley die Schönheiten seiner Heimat Kärnten auf zwei Rädern genießt. Als Werkstoff beim Motorsägenschnitzen eignet sich laut Wutti Lärche, Fichte und Tanne am besten. "Holz ist ein Naturprodukt. Das wächst aus einem Samenkorn im Wald, deshalb muss man etwas Schönes daraus machen", lautet die Philosophie des Lavanttalers, der sich in jüngster Zeit unter dem Namen "Wutti Art" vermehrt auch Lederarbeiten widmet. Mit diesen Brieftaschen, Hundehalsbändern und Handtaschen ist der Lavanttaler auch mit einer Seite in Facebook vertreten.

ZUR PERSON:
Name: Siegfried Wutti
Geburtstag: 12. Februar 1967
Wohnort: Kragelsdorf
Familienstand: verheiratet mit Michaela
Beruf: ursprünglich gelernter Schlosser und Mechaniker, am zweiten Berufsweg zum Bildhauer ausgebildet
Hobbys: Motorradfahren und Bogenschießen


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