22.07.2016, 17:24 Uhr

Wollen Jugendszene in Bruck ankurbeln

Die Organisatoren Patrick Petermann und Benjamin Grundauer laden am 10. September zum Brucker Ring-Festival.
Bruck an der Mur: Hauptplatz |

Das Ring-Festival am Brucker Hauptplatz soll weite Wellen schlagen und viele
Jugendliche anlocken.

Erst die Absage, dann das Okay. Das Ring-Festival geht in die zweite Runde: Am 10. September wollen die Organisatoren Benjamin Grundauer (29) aus Bruck und der Gaaler Patrick Petermann (36) die außergewöhnliche Stimmung mit 1.500 Besuchern aus dem Vorjahr toppen und weitere 1.000 Musikbegeisterte auf den Brucker Hauptplatz locken.

Aufhorchen wollen die beiden Pädagogen mit den britischen Indie-Rockern von „The Subways“. Die festivalerprobte Band spielt einen flotten Beat und ist auch was für Ältere, so die beiden unisono. Als Co-Headliner fungiert Rap-Senkrechtstarter SSIO. Support kommt von den deutschen Punk-Rockern „Itchy Poopzkid“. Auch Musiker aus der Region kommen nicht zu kurz. Mit dabei ist der St. Lamprechter Rapper Björn Brachmayer alias „Mälik“ gemeinsam mit „Busart & The Ruffnecks“, die Wiener Band Lian, Horst sowie die Brucker „For a Chance“ und „Tante Gerti“.
Die Eintrittskarten sind heuer um zwölf Euro billiger, sie kosten 33 Euro. Für Gäste gibt es Rundumpakete inklusive An- und Abreise mit dem Bus.

Die Entstehungsgeschichte
Wie es dazu kam, ein Festival ins Leben zu rufen, dazu haben die beiden kreativen Köpfe keine genaue Antwort. „Das ist einfach passiert, im Fitnessstudio in Mürzzuschlag“, so Petermann, der schon im Murtal Erfahrung im Organisieren von Jugend-Events gesammelt hat. „Später haben wir uns mit Agenturen getroffen und Einblicke erhalten, wie schwer es ist, gute Bands zu finden.“

Festival umstritten
Im Herbst scheiterten die Verhandlungen fürs zweite Festival mit der Stadtgemeinde Bruck vorerst u. a. wegen des Lärms. Grundauer versteht die Sorgen nicht ganz: „Im Vorjahr gab es keine Verstöße.“ Die Alternative, das Festival auf die Murinsel zu verlegen, entpuppte sich als Sicherheitsrisiko. „Nach der Veröffentlichung des Festival-Aus hatten wir innerhalb einer Stunde fünf Angebote von anderen Städten. Letztendlich sagte der Brucker Bürgermeister mit der Begründung zu, er wolle etwas für die Jugend hier tun“, sagte Grundauer erleichtert. Zudem wurde die Förderung auf rund 50.000 Euro angehoben. „Rund 10.000 Euro werden wieder an die Stadt zurückfließen“, so die Organisatoren, die mit Kosten von rund 140.000 Euro rechnen. „Zusätzlich müssen wir noch Geld über Sponsoren aufbringen.“

Verhalten auf Festivals
Wie man sich in Notfällen bei Festivals verhält, das wollen die beiden Jugendlichen durch Vorträge in Schulen näherbringen. Thema ist auch das Jugendschutzgesetz und der Umgang mit Alkohol – und sie wollen Jugendliche animieren, den Nachtbus zu nutzen.

Barbara Pototschnig
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.