02.05.2016, 13:11 Uhr

Bike-Festival RIVA DEL GARDA

Hallo
Bereits am Freitag in der früh machte ich mich mit meiner Kathii auf den Weg zum Gardasee.. Ich wollte unbedingt zum ersten mal beim in der Bike-Szene sehr bekannten Bike-Festival in Riva del Garda an den Start gehen.. Nach gut 5 Stunden im Auto waren wir auch schon dort, sofort ging es zur Administration die Startnummer abholen, dann zur Pasta-Party, danach das Bike für`s Rennen vorbereiten und bald in`s Bett..
Denn am Samstag erfolgte für mich bereits um 07:30 der Startschuss zur RONDA EXTREMA, es warteten also 90,34 Kilometer mit 3838 Höhenmeter auf mich.. Wenn ich die Leute die in Riva schon gefahren sind vorm Marathon gefragt habe, wie die Strecke so sei, bekam ich folgendes zur Antwort: „steil bergauf, echt extrema :p und bergab halt so wie es am Gardasee so is..“
Ich dachte mir immer, naja nach dem 200er letztes Jahr in Goisern kann mich nichts mehr überraschen, aber ich sollte mich irren...
Gleich der erste Berg so richtig steil und er wollte nicht aufhören, gute 10 Kilometer nur bergauf.. Ich fühlte mich gut, brachte einen guten Druck auf`s Pedal und freute mich schon auf meine Zeit, so nach 2-3 Stunden wenn ich richtig in Fahrt komme, doch dann hörte ich auf einmal nach der ersten Abfahrt, dass Luft aus meinem Vorderreifen strömt.. Sofort blieb ich stehen und entdeckte einen ca. 0,5 Zentimeter langen Schnitt auf der Lauffläche aus diesen spritzte auch schon die Dichtflüssigkeit heraus.. Nach einer kurzen Verzweiflungsphase konnte ich mit Hilfe eines Pannensprays und einer CO2 Patrone weiterfahren, für den Kopf war es aber natürlich nicht so lustig, wenn einem beim beheben der Panne sehr sehr viele „überholen“.. Doch im ersten Moment war ich einfach nur froh weiter fahren zu können und startete eine Aufholjagd.. Nach und nach konnte ich wieder Fahrer um Fahrer einholen, was mich dann natürlich wieder motivierte.. Bei Kilometer 40 bekam ich dann von Stefan Hiene, einem Facebook-Freund, bei einer Verpflegungsstation zwei neu befüllte Trinkflaschen – DANKE Stefan für deine Hilfe!!
Leider merkte ich bereits zu diesen Zeitpunkt das die Luft im Vorderreifen langsam aber doch wieder weniger wird.. Da ich aber nichts mehr zum aufpumpen mit hatte lautete mein Motto „Luki fahr einfach bis es nicht mehr geht...“ Dieser Plan ging auch auf bis zu Kilometer 75, dort war dann in einer Waldabfahrt so wenig Luft in meinem Vorderreifen, das es mir diesen in einer Linkskurve von der Felge zog und ich Stürzte.. Ein knapp hinter mir fahrender Deutscher, fragte sofort ob mir etwas passiert ist und ob ich Hilfe brauche, ich sagte nur „alles ok bei mir, aber ich brauche Luft im Reifen“.. Er griff in seine Trikottasche und warf mir eine CO2 Patrone zu.. Mit dieser befüllte ich den Reifen und schaffte es einige Kilometer weiter, doch der Reifen wollte nicht mehr wirklich.. Bei der letzten Streckenteilung Extrema/Grande waren dann wieder einige Zuseher und ich fragte einen ob er einen Schlauch für mich hätte.. Also Reifen runter, Schlauchlosventil raus, neuen Schlauch rein, aufpumpen und ab in`s Ziel...
Nach 5 Stunden und 34 Minuten kam ich völlig erschöpft und durstig, 15 Kilometer vorm Ziel verlor ich meine einzig verbliebene volle Trinkflasche, im Ziel an – JEAH geschafft.. Ich wurde unter über 150 Lizenzstartern 68. und belegte in der U23 Klasse den 8. Rang..

Der Marathon in Riva ist ein Traum, ich komme 2017 sicherlich wieder und freue mich schon voll auf die Trails.. Laut meinen GARMIN Daten hatte ich über 18 Minuten während dem Marathon mit 0 km/h, also theoretisch wäre eine super Zeit möglich gewesen, aber von hätti-wäri kann man sich ja nichts kaufen..
Für mich sicherlich einer der besten 3 Marathons die ich bisher gefahren bin, sausteile Anstiege und sehr technische Abfahrten – ein Traum für jeden Biker..

Jetzt freue ich mich schon auf den Marathon in Maria Lankowitz nächstes Wochenende, auch dort werde ich wieder auf der langen Distanz am Start stehen :)

sportliche Grüße Lukas
http://kaufmannlukas94.blogspot.co.at/
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