31.03.2016, 14:10 Uhr

Großschönau ist ein Vorbild für Regionalentwicklung in Japan

Engagement von Freiwilligen beeindruckt Japaner
Zahlreiche Professoren der Hitotsubashi Universität aus Tokio in Japan besuchten in Großschönau nicht nur die SONNENWELT und das Passivhausdorf, sondern informierten sich auch über Regionalentwicklung am Beispiel der Marktgemeinde Großschönau. Besonders beindruckt war die Studiengruppe von den vielen Dorferneuerungsprojekten durch Vereine und freiwillige Personen. Professor Teranishi dazu: „Dass eine Gemeinde mit 1.200 Einwohnern sechs Feuerwehren und noch zahlreiche weitere Vereine hat, ist für mich faszinierend.“ Besichtigt wurden in Großschönau auch der Kindergarten, die Bücherei, das Musikheim und das Feuerwehrhaus.

Großschönau wird Vorbild für japanische Regionen
Die Professoren und Wissenschaftler aus den Bereichen Wirtschaft, Energie und Ressourcen waren besonders von den vielen Aktivitäten und Projekten in unserer ländlichen Umgebung und deren positiver Auswirkung auf Wirtschaft und soziales Leben begeistert. Der Universitätsassistent Fujii Kohei: „Großschönau ist weit weg von jeder Großstadt und doch sieht es so aus, als dass hier tatsächlich Menschen leben und vor allem gut leben.“ Die japanische Delegation erzählte, dass vergleichbare ländliche Regionen in Japan von einer enormen Landflucht geplant sind und immer mehr Dörfer regelrecht aussterben. Fujii Kohei meinte abschließend: „Großschönau ist ein Ort, der ein Vorbild sein wird für die ländlichen Regionen in Japan. Ich werde allen in Japan über diese Aktivitäten berichten.“

Umdenken im Bereich Energie

Die Atomkatastrophe in Fukushima löste in Japan im Energiebereich ein großes Umdenken aus. Der erste Weg war hin zu mehr Energie aus Biomasse. Jedoch zeigte sich bald, dass ganzheitlichere Konzepte in Bezug auf Energiewandel und Regionalentwicklung notwendig sind, um die Anforderungen im Energiebereich lösen zu können. Die japanische Delegation bildete sich auch auf diesem Gebiet weiter und besuchte u.a. die SONNENWELT. Yamashita Hidetoshi von der Hiotsubashi Universität dazu: „Die Ausstellung ist sowohl vom Inhalt her, als auch vom Erlebnis-Wert absolut perfekt und ausgeklügelt. Ich bin extrem erstaunt, dass ein so kleines Dorf eine Ausstellung auf derart hohem Niveau geschaffen hat – absolut super!“

Ziel der Studienreise, welche durch die Energie- und Umweltagentur NÖ mitorganisiert wurde, war es, Regionalentwicklungsprojekte kennen zu lernen. So besuchten die Teilnehmer nicht nur Großschönau, sondern auch weitere Gemeinden in Niederösterreich und der Steiermark.
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