19.09.2016, 09:52 Uhr

Bergsteigerdörfer - Tagung zum Klimawandel

Das Bergsteigerdorf Vent (Foto: Alpenverein / Hannes Schlosser)

Zwischen 15. und 18. September fand die Tagung der Bergsteigerdörfer zum Klimawandel in Vent im Ötztal auf dem Programm. Themen waren die Risiken und Chancen für den sanften Tourismus.

TIROL. Bei der Jahrestagung der Bergsteigerdörfer von 15. bis 18. September in Vent im Ötztal standen die Effekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Unter den Vortragenden waren Gletscherforscher Gerhard Lieb, Meteorologe Andreas Jäger, Generalsekretär der Alpenkonvention Markus Reiterer, Helmut Hojesky und Ewald Galle vom Lebensministerium.

Neue Ansätze für den Tourismus in den Alpen

Der Klimawandel beeinflusst auch den Tourismus in den Alpen. Gerade die vom Alpenverein als Bergsteigerdörfer ausgezeichneten Gemeinden haben hier gewisse Vorteile. Diese Bergsteigerdörfer gehören zu den sanften Tourismusmodellen, die keine künstlichen Erlebniswelten oder optimierte Abenteuerlandschaften geschaffen haben. Auch wenn es einen Winter nicht schneit, bleiben die Gäste nicht völlig aus, da diese Gemeinden auf naturnahe Alternativen aufbauen.

Bei der Jahrestagung wurde auch das Engagement des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) offiziell anerkannt. Alpenvereine richten sich nun nach der Alpenkonvention und haben diesbezüglich eine Absichtserklärung unterschrieben. Dabei soll der Schutz der Alpen im Vordergrund stehen und ein nachhaltiger Tourismus ermöglicht werden.

Bergsteigerdörfer-Idee entspricht der Alpenkonvention

Die Idee der Bergsteigerdörfer entspricht der Alpenkonvention. Neben einem sanften Tourismus steht auch die praktizierte Nachhaltigkeit, so Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention. Die Bergsteigerdörfer setzen auf einen sanften, nachhaltigen Tourismus. 20 Orte in Österreich bemühen sich seit 2008, die Protokolle und Deklarationen der Alpenkonvention umzusetzen und dem Massentourismus eine zukunftsfähige Alternative entgegenzubringen.

Förderung eines umweltverträglichen Bergsports

„Im Grundsatzprogramm von ÖAV, DAV und AVS bekennen sich die Alpenvereine zur Förderung eines umweltverträglichen Bergsports.", so Gerald Dunkel-Schwarzenberger vom Österreichischen Alpenverein. Hierbei werden die lokalen Traditionen, die bestehende Berglandwirtschaft und ein Tourismus, der nicht zerstört, in Einklang gebracht. Mit dem Projekt der Bergsteigerdörfer sollen diese Punkte umgesetzt werden. Großes Interesse an diesem Projekt zeigen auch Deutschland und Südtirol, so Gerald Dunkel-Schwarzenberger. Weiters werden die Bergsteigerdörfer vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich unterstützt.
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