17.05.2016, 08:23 Uhr

Schlachthofblock: Letzter Anlauf für eine Sanierung

Jurist Walter Vogt und GR Helmut Buchacher bestärkten die Bewohner darin, sich auf ihre unbefristeten Verträge zu berufen.

SPÖ will Abriss im Gemeinderat doch noch abwenden

Nicht einmal die Reihen von FI und ÖVP sind geschlossen. Der Widerstand gegen die vom Stadtsenat abgesegnete Schleifung des Schlachthofblockes wächst. Sogar GR Helmut Kritzinger (ÖVP; Obmann des Seniorenbundes) spricht sich klar gegen den Abriss aus – entgegen seiner Parteilinie. Doch der vehementeste Vorkämpfer für eine Sanierung der Wohnsiedlung ist die SPÖ. Wie das STADTBLATT bereits im Vorfeld berichtet hatte, fand vergangene Woche vor Ort eine Rechtsberatung durch die Mietervereinigung für die verbliebenen Bewohner statt. "Viele ältere Menschen kamen, um sich zu informieren. Sie haben Angst, wollen nicht nach 60 Jahren aus ihren Wohnungen geworfen werden", resümiert GR Helmut Buchacher (SPÖ).

Antrag im Gemeinderat

Gleichzeitig will er den Anwohnern aber auch Mut zum Widerstand machen. "Mit ihren unbefristeten Mietverträgen haben diese Menschen eine sehr starke juristische Stellung. Niemand kann sie gegen ihren Willen aus ihren Wohnungen vertreiben", betont Buchacher. Dennoch setzt der SPÖ-Chef weiter auf eine politische Lösung. In der morgigen (Donnerstag) Sitzung des Gemeinderates will er erneut einen Antrag auf Sanierung des Schlachthofblockes einbringen. Ob er dafür eine Mehrheit findet, ist jedoch fraglich. Zumindest die Stadtplanung weiß Buchacher jedoch auf seiner Seite. Sie präferiert eine Sanierung.
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