18.03.2016, 13:25 Uhr

Wärmster Februar aller Zeiten

Global gesehen war der Februar um 1,21 Grad über dem Mittel. Der letzte zu kalte Monat ist 30 Jahre her. (Foto: Karl Vidoni/Regionaut)

Der Februar 2016 stellt mit einer Abweichung von plus 1,21 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel einen neuen Temperaturrekord auf.

Globaler Temperaturanstieg seit 1984

Seit Dezember 1984 fiel jeder der 374 nachfolgenden Monate global zu warm aus. Gleichzeitig werden die Abweichungen immer größer. Auch der diesjährige Februar war wieder zu warm. Gründe für diesen neuerlichen Temperaturrekord sind das immer noch anhaltende El-Niño-Ereignis und die außergewöhnlich geringe Meereisbedeckung in der Arktis.

Februar mit Rekordtemperaturen

In Österreich war der Februar der zweitwärmste der Geschichte. Aber auch weltweit lag der Februar über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Schon der Februar 2015 brachte neue Temperaturrekorde. Diese wurden heuer um 0,33 Grad übertroffen. Auf der Nordhalbkugel war der Februar um 1,55 Grad wärmer als das langjährige Mittel. In der Arktis betrug die Abweichung sogar rund 5 Grad. Der heurige Februar ist der zehnte Monat in Folge mit Temperaturspitzenwerten.

Zu niedrige Temperaturen waren im Februar weltweit die Ausnahme und fallen nicht weiter ins Gewicht. Nur über dem Nordatlantik, in der Antarktis oder rund um Kamtschatka waren die Temperaturen unter dem Durchschnitt.

Das Meereis in der Arktis ist auf einem Rekordminimum

Seit Messbeginn wurde heuer im Februar die geringste Eisbedeckung gemessen. Ist die Eisbedeckung groß, wird mehr von der geringen einfallenden Sonnenstrahlung reflektiert. Ist jedoch die Fläche klein, sind die dunklen, offenen Flächen des Ozeans groß. Das führt dazu, dass mehr Sonnenstrahlung aufgenommen wird. Die Erwärmung setzt ein.

El Niño sorgt für einen Temperaturanstieg

El Niño ist ein ungewöhnliches klimatisches Ereignis. Dieses tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und beeinflusst die globale Wettersituation. Es ist mitverantwortlich für diese anhaltenden Temperaturrekorde. Zu hohe Meerestemperaturen im Pazifik beeinflussen die globale Zirkulation. Mehr warme Luft steigt auf und beschleunigt die Erwärmung der Atmosphäre.
Allerdings schwächt sich El Niño langsam ab. Die Atmosphäre reagiert allerdings nur langsam und die zu hohen Temperaturwerte werden noch anhalten.
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