31.08.2016, 15:48 Uhr

Investitionspakt zur Förderung der Wirtschaft gefordert

Land Tirol und Wirtschaftskammer Tirol fordern vom Bund die Bekämpfung der Investitionsschwäche (Foto: Pixabay / WerbeFabrik)

Die Tiroler Landesregierung und die Wirtschaftskammer Tirol fordern von der Landesregierung Maßnahmen zur Förderung der Investitionsbereitschaft.

TIROL. Es wurden von der Bundesregierung bereits Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft gesetzt. Weitere Maßnahmen wären jedoch notwendig um auch die Bereitschaft für Investitionen an zu heben. Landeshauptmann Günther Platter, Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer und Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf intervenieren bei Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner für einen Investitionspakt für die Österreichische Wirtschaft.

Anhaltende Investitionsschwäche

Ein Hauptproblem der Tiroler Wirtschaft ist die anhaltende Investitionsschwäche. Um die heimische Wirtschaft zu stärken wären entsprechende Maßnahmen - in Form eines Investitionspakts - notwendig. „Die Investitionsschwäche der österreichischen Wirtschaft ist kein rein konjunkturelles Phänomen. Die Netto-lnvestitionsquote in Österreich sinkt bereits seit über zehn Jahren", so Günther Platter. Durch den Rückgang der Investitionsquote werden das Wirtschaftswachstum und in Folge neue Arbeitsplätze und bessere Einkommen blockiert.

In diesem Zusammenhang sei die Bundesregierung gefordert, so Patrizia Zoller-Frischauf. Die einzelnen Bundesländer haben hier so gut wie keinen Handlungsspielraum. Diese könnten nur in Bezug auf Investitionsförderung und auf vereinfachte Abläufe bei Genehmigungsverfahren Einfluss nehmen. „Deshalb sind die Tiroler Landesregierung und die Wirtschaftskammer Tirol übereinstimmend zur Schlussfolgerung gekommen, dass zur Investitionsbelebung gezielte steuerliche Investitionsanreize auf Bundesebene erforderlich sind.“

Geforderte Maßnahmen im Rahmen des Investitionspakts

Die Tiroler Landesregierung und die Wirtschaftskammer Tirol fordern folgende Maßnahmen im Zuge eines Investitionspakts:
  • Wiedereinführung eines (zumindest zeitlich befristeten) Investitionsfreibetrages oder einer Investitionszuwachsprämie in Höhe von 10 Prozent
  • Einführung einer temporären vorzeitigen Abschreibung
  • Einführung eines Beteiligungsfreibetrages für private Investoren in Höhe von 100.000 Euro
  • Erhöhung der Schwelle für sofortige Abschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter von 400 Euro auf 1.500 Euro
  • Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung

    Ende Juni stellte die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung des Wirtschaftsstandorts Österreich vor. Diese Maßnahmen betreffen die Bereiche:
    • Maßnahmen zur Modernisierung der Gewerbeordnung
    • Maßnahmen zur Erleichterungen im gewerblichen Betriebsanlagenrecht
    • Maßnahmenpaket für ‚Start-ups‘

    Diese verschiedenen Maßnahmen werden von der Tiroler Landesregierung und der Wirtschaftskammer Tirol unterstützt. Allerdings braucht es noch weitere Maßnahmen um die Investitionsbereitschaft zu beleben. Günther Platter, Patrizia Zoller-Frischauf und Jürgen Bodenseer würden die Bundesregierung dahingehend unterstützen.

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