10.03.2016, 08:30 Uhr

Landwirtschaft macht Schule“

Bäuerin Monika Greier bei einer „Landwirtschaft macht Schule“- Stunde. (Foto: Landwirtschaftskammer Tirol)

Praxisorientierter Unterricht: Das Projekt „Landwirtschaft macht Schule“ legt in seiner neuen Lehreinheit den Fokus auf die Vorteile regionaler Lebensmittel.

Mehr als 1.000 Unterrichtseinheiten und über 18.000 begeisterte Schülerinnen und Schüler: Nach fünf produktbezogenen Schwerpunktjahren geben speziell geschulte Bäuerinnen heuer unter dem Motto „Regional durchs Jahr“ in anschaulich gestalteten Schulstunden ihr Wissen weiter.

Zum Projekt "Landwirtschaft macht Schule"

Im Rahmen des Projekts "Landwirtschaft macht Schule" werden zahlreiche Fragen zum Thema Landwirtschaft mit den SchülerInnen der Neuen Mittelschulen in ganz Tirol beantwortet. Diese Initiative wird vom Ländlichen Fortbildungsinstitutes (LFI), von der Agrarmarketing Tirol, der Landwirtschaftskammer und dem Land Tirol organisiert und unterstützt. Bäuerinnen gestalten die jeweiligen Unterrichtsstunden an den Neuen Mittelschulen mit. Sie geben dadurch einen wertvollen Einblick in die Tiroler Landwirtschaft und deren Produkte.

Wissen um heimische Landwirtschaft und Lebensmittel

Die Schule vermittelt einerseits das Wissen um die Herkunft unserer Nahrungsmittel. Andererseits sensibilisiert sie aber auch für eine gesunde Ernährung. Das LFI bietet neben der Erwachsenenbildung auch immer wieder Projekte für Kinder an. Damit soll ein besserer Zugang zur Landwirtschaft erreicht werden. Die Bäuerinnen selbst betreiben dabei authentische Wissensvermittlung, die alle Sinne anspricht und sehr praxisorientiert ist. Damit wird eine Schulstunde zu einem unvergesslichen Erlebnis, das die Kinder mit nach Hause tragen und auch in den Familieneinkauf miteinfließt“, so Landesbäuerin und LFI-Obfrau Resi Schiffmann.

Wahrnehmung für Regionalität stärken

Die NMS Gabelsberger nimmt am Projekt Landwirtschaft macht Schule“ teil. Die Direktorin der NMS, Brigitte Winkler-Greimel, schätzt diese Initiative als wertvolle Unterrichtseinheit. Für sie ist es wichtig, dass man weiß, woher die Lebensmittel kommen und unter welchen Bedingungen sie produziert werden. So entstehe ein Bezug zu regionalen Produkten. Diese Bewusstseinsstärkung sei wichtig, so auch LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid. Die SchülerInnen lernen hier, welcher Mehrwert hinter den heimischen Lebensmitteln stecke und welcher Stellenwert der Landwirtschaftskammer Tirol zukomme.

Gesunde Ernährung durch heimische Lebensmittel

Agrarmarketing Tirol-Geschäftsführer Wendelin Juen sieht einen weiteren wichtigen Aspekt in der Initiative Landwirtschaft macht Schule“. Gerade in Zeiten, in denen mehr als 20% der Kinder und Jugendlichen in Österreich krankhaft übergewichtig oder fettleibig sind, sei es wichtig, auf bewusste und gesunde Ernährung zu achten. Hochverarbeitete Lebensmittel und zuckersüße Limonaden liefern zu viele Kalorien. Heimische Lebensmittel aus der Region punkten dadurch, dass sie einfach und wenig verarbeitet sind. Sie schmecken gut und tun gut, so Wendelin Juen. Während der Schulstunden im Rahmen des Projekts Landwirtschaft macht Schule informieren die Bäuerinnen über einfache, regionale Lebensmittel.

„Die Landwirtschaftskammer Tirol hat heuer das „Jahr der Regionalität“ ausgerufen. Das Projekt Landwirtschaft macht Schule ergänzt diese Initiative.
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