26.05.2016, 09:30 Uhr

Neue Betriebsansiedler investieren 23 Millionen Euro

Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und vl. Harald Gohm (Standortagentur Tirol) freuen sich über 23 aus dem Ausland bzw. Österreich angesiedelte Unternehmen im Berichtsjahr 2015. (Foto: Standortagentur Tirol)
TIROL (kr). Das Interesse für Betriebsansiedlungen in Tirol war im Jahr 2015 anhaltend hoch. "Insgesamt haben sich 23 Investoren für eine Betriebsansiedlung am Standort Tirol entschieden. Damit verbunden sind in der ersten Phase der Ansiedlung mindestens 204 Arbeitsplätze und deutlich gesteigerte Erstinvestitionen in Höhe von insgesamt rund 23 Millionen Euro. Gegenüber 2014 wachsen die Einstiegs-Investments damit um fast zwei Drittel", sagt Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. „Die Zahlen sind ein Beweis für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Tirol, auch zahlreiche Auslandsunternehmen wollen von unserem Erfolg profitieren. Dass ein Viertel der Ansiedler in Tirol produzieren oder Forschung und Entwicklung betreiben möchte, steigert das Wertschöpfungspotenzial zusätzlich“, so Zoller-Frischauf. Die Pläne der von der Standortagentur Tirol betreuten Ansiedler für zunächst 204 Arbeitsplätze bedeuten einen Zuwachs um 8 Prozent. Die durchschnittlichen Arbeitsplätze je Ansiedlung in Tirol liegen im Jahr 2015 damit bei 8,9 (2014: 7,8) und über dem Österreich-Schnitt von 8,8.

Italien auf Platz 1

Italien führt Ranking der Herkunftsländer an, Schweiz bei Interessenten auf Platz drei
Spitzenreiter bei den Herkunftsländern für Betriebsansiedlungen ist im Jahr 2015 Italien bzw. Südtirol. Mit 11 Auslandsgründungen kommen 47 Prozent der 23 Ansiedlungen vom südlichen Nachbarn. Deutschland liegt mit sechs Ansiedlungen auf Platz zwei, gefolgt von Österreich (2 Ansiedlungen aus anderen Bundesländern) sowie der Schweiz, Frankreich, Neuseeland und Irland mit je einer Ansiedlung. So sieht die Herkunft der Interessenten aus: von insgesamt 136 konkreten Ansiedlungsprojekten, welche die Standortagentur Tirol betreuen konnte, kommen 72 und damit etwas über die Hälfte aus Italien bzw. Südtirol, Deutschland liegt mit 19 Anfragen wiederum auf Platz zwei. Das drittstärkste Anfrageland ist die Schweiz mit 13 Interessenten, es folgen Österreich (andere Bundesländer) sowie europäische Länder mit je 11 Projekten. 10 Anfragen kamen von außerhalb Europas.

Über 60 neue Arbeitsplätze bei Best Practices TechnoAlpin und Black Diamond

Große Marken unter den Ansiedlungen 2015 sind Black Diamond und TechnoAlpin. Der US-Bergsportausrüster Black Diamond eröffnet heute sein neues europäisches Headquarter in der Innsbrucker Hans-Maier-Straße 9. Den Rahmen bietet das erste Meeting des europäischen Vertriebs am neuen Standort mit rund 35 Mitarbeitern. Black Diamond hatte sich im Vorjahr für die Verlegung der langjährigen Europa-Zentrale aus dem Schweizer Basel nach Tirol entschieden und diesen Schritt im Jänner des Jahres bekanntgegeben. Tim Bantle, Managing Director von Black Diamond Europe, zur Eröffnung: „Tirol und Innsbruck haben uns von Black Diamond sehr herzlich empfangen und wir fühlen uns in der Stadt überaus wohl. Unserer extrem kurzen Planungsphase zum Trotz konnten wir unseren Zeitplan halten und ein neues Team etablieren sowie das Büro im Mai eröffnen. Dies v.a. auch dank der grossen Unterstützung seitens der lokalen Behörden und der Standortagentur Tirol. Wir freuen uns hier zu sein und auf die kommenden Jahre in Innsbruck.“
Der Südtiroler Beschneiungsspezialist TechnoAlpin hat seinen neuen Österreich-Firmensitz am Freitag der Vorwoche in Volders eröffnet. 26 Mitarbeiter sind bereits im Einsatz, vier weitere sollen folgen. Für beide Unternehmen waren unter anderem die zentrale Lage Tirols und die unmittelbare Nähe zu Kunden in Kernmärkten des DACH-Raums entscheidende Argumente für die Standortwahl.
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