09.06.2016, 13:20 Uhr

Slow Food Styria Guide 2016/17: Ein kulinarischer Wegweiser zum bewussten Genuss

Manfred Flieser, Leiter des Slow-Food-Conviviums Steiermark. (Foto: KK)
Die Ausgabe 2016/17 des Slow Food Styria Guide ist da. Der kulinarische Wegweiser zum bewussten Genuss in der Steiermark & Štajerska bietet bewussten Genießerinnen und Genießern einen lukullischen Überblick von der Dachstein-Tauern Region im Norden der Steiermark bis an die Save in Slowenien, dem einstigen Grenzfluss zwischen der Untersteiermark und dem Kronland Krain.

600 Genussadressen

Übersichtlich nach Regionen geordnet, führt der mit zahlreichen Farbbildern ausgestattete handliche Guide zu mehr als 600 Genussadressen:
· zu 180 Gastronomiebetrieben (Restaurants, Wirtshäuser, Buschen-, Mostschänken, Almhütten und Anbieter von Imbissen und Tellergerichten), die hochqualitative Lebensmittel von kleinstrukturierten Familienbetrieben zu regionaltypischen, saisonalen Gaumenfreuden verfeinern;
· zu Bäckereien und Bäuerinnen, die noch traditionell Brot backen;
· zu Fleischern und Bauern, die das Fleisch artgerecht gehaltener Tiere zu schmackhaften, für die jeweilige Region typischen Schinken- und Selchfleischspezialitäten, Speck, Würsten und Aufstrichen veredeln;
· zu Hofkäsereien, die Bergbauernbutter, Rohmilchkäse und andere Milchprodukte herstellen;
· zu Hofläden und Manufakturen mit Direktverkauf, die Obst- und Gemüseraritäten sowie eingekochte Spezialitäten im Glas anbieten;
· zu Öl- und Getreidemühlen;
· zu Feinkosthändlern und Bauernmärkten sowie zu 56 Milchautomaten, wo man 24 Stunden am Tag frische Rohmilch zapfen kann.


Wer wird empfohlen?

"Wenn wir Gastronomiebetriebe testen, erwarten wir uns einen freundlichen Empfang, ungekünstelte Gastfreundschaft, kompetente, motivierte Wirtsleute und Mitarbeiter, ein behagliches Ambiente, Tisch- und Glaskultur, Hygiene, Sauberkeit sowie ein ehrliches Preis-/Leistungsverhältnis", erklärt der Herausgeber Manfred Flieser, der auch der Slow-Food-Gruppe Steiermark vorsteht.

Die Grundkriterien:

Empfohlene Restaurants, Gasthäuser, Buschenschank- und Mostschankbetriebe pflegen eine Küche, die in der regionalen Kochtradition begründet ist.
Das Speisenangebot entspricht dem aktuellen Lebensmittelangebot von Landwirten und Manufakturen der Region. Das Fleisch stammt von artgerecht gehaltenen Tieren.
Kochen statt aufwärmen: Convenience-Produkte wie industrielle Fertig-, Halbfertiggerichte, Gemüse und Salat aus Dosen sowie Geschmacksverstärker sind tabu.
Kinder bekommen À-la-carte- und Tagesgerichte als kleine Portion angeboten.
Das Getränkeangebot weist einen hohen Anteil an Qualitätsweinen, Obstmost, Bier und naturreinen Fruchtsäften aus der Region auf. Qualitätsweine werden auch glasweise offeriert.
Die Preisobergrenze für ein dreigängiges Degustationsmenü (warme oder kalte Vorspeise, Hauptgang mit Beilage, Salat, Dessert und Gedeck) setzt Slow Food International bei 35 Euro an.

"Bevor wir jemanden, der – nach objektiven, kritischen, anonymen Tests – die Slow Food-Kriterien erfüllt, in unser unabhängiges Medium aufnehmen, stellen wir uns die Frage, ob sich ein Umweg hierher lohnt. Erst wenn wir das mit ,ja' beantworten können, werden ein Betrieb und seine Leistungen beschrieben und kostenlos publiziert", betont Flieser.
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