06.07.2016, 08:50 Uhr

Wenn Meister vom Himmel fallen

Wolfgang Hasenrath-Peserl und sein Team Aqualife Graz zählen zu den Favoriten der Staatsmeisterschaft in Timmersdorf.

Der Flugplatz in Traboch-Timmersdorf ist die Bühne für die Staatsmeisterschaften im Fallschirm-Zielspringen.

TRABOCH/TIMMERSDORF. Natürlich tragen sie Fallschirme, die Segelflugpiloten aus Timmersdorf. „Aber nur zur Sicherheit, falls einmal etwas schief geht, sozusagen als Lebensversicherung“, betonen sie immer wieder. Aber freiwillig aus einem voll funktionstüchtigen Flugzeug zu springen, das können sie sich nur schwer vorstellen.
Trotzdem stellen sich die Mitglieder des Alpine-Sportflieger-Club Leoben gemeinsam mit der Sektion Fallschirm des Steirischen Aeroclubs auf ihrem Flugplatz im Liesingtal der Herausforderung, auf "ihrem" Flugplatz in Timmersdorf die 49. Staatsmeisterschaft im Fallschirm-Zielspringen zu veranstalten.

Punktlandung
Mehr als 60 Teilnehmer aus ganz Österreich werden hierzu im HerzBergLand erwartet. Sie wollen den Titel des österreichischen Staatsmeisters in der Königsdisziplin des Fallschirmsportes – dem Zielspringen – holen. Dabei geht’s darum, aus 1.000 Meter Höhe auf eine Scheibe mit einem Nullpunkt von nur zwei Zentimeter, also in etwa die Größe einer 20-Cent-Münze, zu springen. Jeder Zentimeter Abweichung von diesem „Nuller“ wird mit einem Fehlpunkt geahndet. Aufgrund der Leistungsdichte der Sportler ist das Maximum, das pro Sprung gemessen wird, mit 16 Zentimeter limitiert.
Favoriten in der Mannschaft sind die Teams aus Salzburg und Graz, die auch die stärksten Einzelspringer stellen. Das Team von Titelverteidiger HSV Red Bull Salzburg konnte im Vorjahr den Weltcup in Peiting/Deutschland für sich entscheiden, herausragend dabei sind Michael Egger, der auch die Weltcup-Einzelwertung gewinnen konnte, als auch Juniorenweltmeister Sebastian Graser.

Hochspannung

Um den Sieg mitspringen will auch das Team Aqualife Graz um Wolfgang Hasenrath-Peserl. Dabei geht es auch um die Qualifikation ins Nationalteam.
Organisationsleiter Günther Draxl aus Graz erwartet spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau. Speziell die Finaldurchgänge am Sonntag ab 10 Uhr versprechen Hochspannung.
Wenn man dann die Springerinnen und Springer selbst fragt, warum sie aus einem noch perfekt fliegenden Fluggerät aussteigen, gibt es eine recht einfache Antwort: „Die Tür war offen.“


Staatsmeisterschaften im Fallschirm-Zielspringen

Freitag, 8. Juli:
ab 15 Uhr: Training
Samstag, 9. Juli:
ab 9 Uhr: Zielspringen Vorrunde
Sonntag, 10. Juli:
ab 10 Uhr: Mannschaftsfinale, ab 12 Uhr: Einzelfinale Damen und Herren
Flugplatz Timmersdorf
8772 Traboch, Landesstraße 14
www.segelflug.at

Fotos: Alpine Sportflieger Club

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Wolfgang Gaube.
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