27.07.2016, 00:30 Uhr

"Arbeite bis zu 15 Stunden am Tag"

In Rottenmann aufgewachsen, lebt Pablo Spitzer heute in Großenzersdorf. Dort hat er auch kürzlich sein neues Atelier eröffnet.

Der Künstler Pablo Spitzer gab der WOCHE Ennstal einen Einblick in sein Leben.

Wie würden Sie Ihre Arbeit beschreiben?
PABLO SPITZER: Angefangen von Lackierungen, Air-Brush-Designs, technischen Illustrationen, Wandgemälden bis hin zu Vernissagen mache ich eigentlich alles.
Warum haben Sie Ihren Namen geändert?
Mein Geburtsname ist Werner. Ein Kunde hat einmal gemeint, dass ich so südländisch aussehe und doch mit einem südländischen Namen signieren soll. Dann hab ich halt Pablo hingeschrieben und das hat sich dann einfach irgendwie ergeben. "Aufgezwängt geplant" könnte man sagen.
Sie haben als Air-Brusher begonnen, ist das noch Ihre größte Leidenschaft?
Ich hab mit technischen Illustrationen und als Air-Brusher begonnen. Weil ich eben auch Maschinenbau-Ingenieur bin, war das natürlich naheliegend, da Talent und Ausbildung damit verknüpft werden konnten. Das Fernziel war aber immer schon die bildende Kunst.
Wie ist der Begriff "Paintoholic" entstanden?
Ich bin ein Workaholic, arbeite bis zu 15 Stunden am Tag. Aber mittlerweile ist dieser Begriff schon fast negativ behaftet. In diesen Zeiten hat man entweder zu viel Arbeit oder keine und ich hab lieber zu viel, so könnte man eventuell dazu sagen. Da ich viel male, ist eben der Begriff Paintoholic entstanden. Ich hab ihn mir übrigens auch sichern lassen, somit ist er nun eine geschützte Marke.
Wie können Sie Ihre künstlerischen Aktivitäten weitergeben?
Ich unterrichte neben der Wiener Volkshochschule auch noch an einer Berufsschule in Wien. Außerdem gebe ich Seminare und Workshops bei uns im Atelier, ich muss sagen, ich gebe mein Wissen gerne weiter.
Was verbindet Sie noch mit dem Bezirk Liezen?
Zuerst einmal meine Eltern, die noch dort leben. Ich empfinde meine Wurzeln schon in der Steiermark, das ist in meinem Herzen und meiner Seele drinnen. Allerdings verbringe ich leider zu wenig Zeit im Bezirk, da ich beruflich sehr eingebunden bin.
Ihre Ziele für die nächsten Jahre?
Künstlerisch ein bisschen mehr Fuß fassen. Ich möchte, dass meine Arbeit irgendwann so viel Anerkennung verdient, dass ich einmal den Stundenlohn von einem Fliesenleger bekomme.
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