07.08.2016, 00:00 Uhr

Wunsch mit 8 Jahren: Eine Dunkelkammer

Brunch im Gasthof Loibl: Fotografin Carina Walter bei Eiernockerl, Redakteur Thomas Santrucek beim Omelette.

Zielstrebig war Carina Walter (25) immer. Dunkelkammer hat sie heute zwar keine, dafür ist sie Profi-Fotografin.

Wie lange sind Sie schon als Fotografin selbstständig?
CARINA WALTER: Im Dezember dieses Jahres werden es vier Jahre.

Sie sind ursprünglich aus Gloggnitz?
Nein. Aus Payerbach.

Warum entscheidet man sich für den Beruf Fotograf?
Die Faszination Fotografie hat mich schon als Kind gepackt, mit 8 Jahren wollte ich schon meine eigene Dunkelkammer, die aus Platzgründen aber leider nicht möglich war. Da mein Vater selbst gelernter Fotograf ist habe ich den Beruf praktisch in die Wiege gelegt bekommen.

Haben Sie den Beruf noch richtig gelernt?
Ja, bei Foto Wieland. Anschließend habe ich die aufwendige Meisterausbildung in Loosdorf gemacht. Mittlerweile ist das aber ein freies Gewerbe. Das ist schon etwas schmerzhaft für uns gelernten Fotografen.

Haben Sie Angst, dass durch das freie Gewerbe der Markt zusammenbricht?
Nein. Die guten Fotografen setzen sich durch – ob gelernt oder nicht. Man merkt aber schon, dass immer mehr Fotografen auftauchen – auch solche die nur das Gewerbe angemeldet haben.

Lieber digitale oder analoge Fotografie?
Geschäftlich natürlich digital, aber privat fotografiere ich auch gerne analog.

Was mögen Sie an der analogen Fotografie?
Zu sehen wie das latente Bild im Entwicklungsprozess sichtbar wird.

Haben Sie jetzt schon eine eigene Dunkelkammer?
Nein, man hat ja quasi eine "digitale Dunkelkammer", aber ich bin dabei meinen Traum zu verwirklichen.

Was ist das Spannende am Fotografieren?
Mir gefällt, dass man immer etwas Neues erschafft. Nichts ist gleich – kein Portrait, keine Hochzeit, die ich fotografiere. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Gibt's ein Setup bei den Objektiven, das jeder Berufsfotograf haben sollte?
So wirkliche Vorgaben gibt's nicht. Es kommt darauf an, welchen Stil man hat. Mit Zoomobjektiven deckt man viel ab. Aber es ist qualitiativ ein wenig schlechter als Festbrennweiten. Der Endverbraucher merkt diesen Unterschied aber kaum.

Wenn Sie fünf, zehn Jahre nach vorne blicken: Wo sehen Sie sich?
Ich würde gerne in die Werbung, speziell Produkt-Aufnahmen.

Was ist Ihre Lieblingsaufnahme, die Sie bisher realisieren konnten?
Das hängt ganz groß im Studio: Ein Portrait von einem Mädel mit einem Fächer, ein Schwarz-Weiß-Bild.

Was ist Ihnen lieber? Farbe oder Schwarz-Weiß?
Das hängt vom Motiv ab.

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.