18.08.2016, 07:11 Uhr

Die Garten Tulln: 100.000 Gäste im ersten Halbjahr 2016

Alfred Riedl und Johanna Mikl-Leitner präsentierten die Daten rund um das erste Gartenhalbjahr 2016. (Foto: Schlüsselberger)

Im ersten Halbjahr 2016 waren 164 Schul- und Kindergruppen bei der "Garten Tulln".

TULLN (red). "Wir freuen uns über ein sehr erfolgreiches Halbjahr 2016 und sind ab Herbst noch näher bei den Bürgern. Über 100.000 Gäste bewunderten bereits bis dato die Garten Tulln und informierten sich über die ökologische Pflege. Es ist etwas Wunderbares, wenn man die Natur zu 100 Prozent ohne Pestizide, Torf und chemisch-synthetische Düngemittel hier in Tulln und bald niederösterreichweit genießen kann", so Landeshauptmann-Stellverteterin Johanna Mikl-Leitner. "Das erfolgreiche erste Halbjahr zeigt aber auch, dass das Team der Garten Tulln großartige Leistung erbringt. Dies sieht man anhand der Zahlen und Fakten. Bereits über 164 Schulklassen haben teilgenommen, sich Wissen über den Garten anzueignen. Auch 13 Ehen wurden 2016 schon in der Garten Tulln geschlossen, weitere werden noch folgen", so Mikl-Leitner weiter.

Verzicht auf Pestizide

"Der gepflegte Garten liegt bei den Landsleuten nicht nur in den Köpfen bei der Gestaltung, nein, auch im Herzen. Mein Wunsch ist es, bis zum Jahresende, alle 573 niederösterreichischen Gemeinden pestizidfrei zu bekommen. Bereits 60 Gemeinden haben sich dem Projekt angeschlossen, ohne Chemie in der Gartenwirtschaft auszukommen. Auch über 1.500 Kinderspielplätze und über 20.000 Hektar Grünflächen sind von Pestiziden frei, nebenbei auch 50 Prozent des niederösterreichischen Straßenraumes", freut sich Alfred Riedl, Präsident von "Natur im Garten" und des NÖ-Gemeindebundes.

Garten beliebter Rückzugsort

"Das Bewusstsein zur ökologischen Pflege nimmt bei immer mehr privaten Personen und bei Gemeinden zu, das bestätigen auch die Daten einer Umfrage. Denn bereits 93 Prozent der Niederösterreicher sagen, dass der Garten ein Ort der Erholung ist und ihnen die naturnahe Pflege am Herzen liegt. So wird schon über 75 Prozent bei der Unkrautbekämpfung auf ökologische Maßnahmen gesetzt. Die Naturnähe gilt nicht nur für den eigenen Garten, sondern 75 Prozent wünschen sich ökologisch gepflegte Grünräume", so Riedl. Ab September stehen daher "Natur im Garten"-Experten an fünf Standorten (Tulln, Baden, Waidhofen an der Ybbs, Langenlois und Niedersulz) einmal in der Woche gegen Voranmeldung für eine kostenlose Beratung zur Verfügung.

Zur Sache

Bereits 60 von 573 niederösterreichischen Gemeinden pflegen ihre Grünflächen ohne Pestizide. Dadurch steigt auch das Bewusstsein und handeln zur ökologischen Pflege im eigenen Garten der Niederösterreicher.
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