Franz Schubert
Geburtshaus des bekannten Komponisten wird umfangreich renoviert
- Ab 2028 soll Schuberts Geburtshaus wieder wie früher aussehen. Auch die Barrierefreiheit soll ab dann gegeben sein.
- Foto: Lisa Rastl
- hochgeladen von Fabian Franz
Zum 200. Todestag des bekannten Komponisten Franz Schubert wird sein Geburtshaus umfassend saniert. MeinBezirk hat bei der zuständigen Stadträtin außerdem nachgefragt, ob man auch ein Schubert-Jahr plane.
WIEN/ALSERGRUND. Franz Schubert ist "identitätsstiftend für den Alsergrund“, erklärt der stellvertretende Bezirkschef Christian Sapetschnig (SPÖ) im Zuge der Präsentation von Arbeiten an dem unter Denkmalschutz stehenden Geburtshaus des Komponisten.
Das historische Gebäude in der Nußdorfer Straße 54 wird bis zu seinem 200. Todestag im Jahr 2028 umfassend saniert. Am heutigen Mittwoch wurden die Umbaupläne und das Konzept der neuen Dauerausstellung präsentiert. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) bezeichnete das Vorhaben als "Meilenstein inklusiver Kulturpolitik".
Rückführung zum Originalzustand
Das Wien Museum übernimmt dabei die Finanzierung der Sanierung, unterstützt durch einen Investitionsbeitrag der Stadt Wien. Zu den konkreten Kosten gibt es noch keine Angaben. Christina Schwarz vom Wien Museum betonte, dass man sich in der Ausschreibung befinde: Es sei "nicht klug", mit Preisen rauszugehen, bevor es Angebote von Bauträgern gibt.
- Auch der Garten soll künftig genutzt werden können.
- Foto: Architekt Neumayer ZT GmbH
- hochgeladen von Fabian Franz
Geplant ist eine behutsame Rückführung von Bereichen, die durch Umbauten der 1960er-Jahre stark vom Biedermeier-Original abweichen. Wo historische Befunde fehlten, orientierte man sich an modernen Renderings. Ein weiterer liegt auf der Barrierefreiheit, da aktuell vor jeder Tür ein bis zwei Stufen liegen. Durch den Einbau eines Aufzugs wird das Obergeschoß barrierefrei zugänglich. Auch der Garten soll aufgewertet werden und erstmals dauerhaft für die Öffentlichkeit geöffnet sein.
Wird es ein Schubert-Jahr geben?
Im Erdgeschoß entstehen ein Konzertsaal mit 70 Sitzplätzen, ein Musikatelier sowie Kassa- und Shopbereiche. Im Obergeschoß wird die Ausstellungsfläche auf 210 Quadratmeter verdoppelt. Kuratorin Elke Doppler kündigte eine zeitgemäße Dauerausstellung in sieben Räumen an. Unter anderem möchte man sich mit Mythen wie Schuberts "Armut" auseinandersetzen. Auch eine Verbindung zur aktuellen Zeit soll hergestellt werden. So etwa das Wohnproblem, welches Schubert zu Beginn seiner Karriere in WGs zwang.
- Erste Gerätschaften sieht man bereits.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
MeinBezirk hat außerdem nachgefragt, ob man sich 2028 auch ein Schubert Jahr, ähnlich dem Strauss-Jahr, 2025, vorstellen könne. Kaup-Hasler sprach davon, dass man es sich natürlich "vorstellen" könne, es wie so oft jedoch vom Budget abhänge. So aufwendig wie das Strauss-Jahr wird es aber auf alle Fälle nicht. Kaup-Hasler stellt jedoch auch klar, dass das Gebäude selbst schon eine große Ehrung für den bekannten Komponisten sei. Die bauliche Umsetzung hierfür startet im Jänner 2027, die Eröffnung ist für Anfang 2028 geplant. Der Todestag von Schubert jährt sich am 19. November 2028 zum 200. Mal.
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