"Gefahr im Vollzug"
Gefährdet dieser Alsergrunder Radweg Kinder?
- Kinder, welche das Kinderarztzentrum Fuchthallergasse verlassen, können von Radfahrern leicht übersehen werden.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Vor der Klinik Fuchsthallergasse sorgen zu schnelle Radfahrer für Probleme. Die ÖVP fordert Maßnahmen. Der Bezirk spricht davon, dass die MA 46 - Verkehrsorganisation nun am Zug sei.
WIEN/ALSERGRUND. Vor knapp einem Monat gab es am Alsergrund ein erfreuliches Ereignis: Das kindermedizinische Zentrum in der Fuchsthallergasse wurde eröffnet. Doch mit dem Einzug wurde auch eine Problemstelle offensichtlich: der Radweg, der direkt an der Klinik vorbeiführt und auf dem Radfahrer aufgrund des Gefälles oft viel zu schnell unterwegs sind.
Die ÖVP hat das zum Anlass genommen, um in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung einen Antrag einzubringen, der Maßnahmen zur Temporegulierung und Erhöhung der Kindersicherheit forderte. Der Antrag wurde angenommen. Nicole Grois, Kinderärztin und eine der Leiterinnen der Klinik, teilt die Bedenken.
Situation wird "beobachtet"
Bereits seit einem Jahr fordert man laut Grois die Errichtung eines Schutzgitters zur Straße hin sowie Maßnahmen zur Temporeduktion. Laut der Ärztin ist aber trotz mehrmaliger Kontaktaufnahme mit der MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten und der Bezirksvorstehung bis dato nichts passiert. Sie spricht von einer "akuten Gefahrensituation".
- Elisabeth Fuchs (ÖVP) brachte gemeinsam mit ihrer Fraktion den Antrag ein.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Die MA 46 erklärt, dass der Stadt Wien die Verkehrssicherheit im Allgemeinen und die Verkehrssicherheit der Kinder im Speziellen ein besonderes Anliegen sei. "Ein Geländer im Ein- und Ausgangsbereich der Kinderordination auf Seite der Fuchsthallergasse 1 würde den Gehsteig sehr einengen. Im Rahmen einer Ortsverhandlung mit allen relevanten Akteuren wurde vorgeschlagen, die Situation vorerst weiter zu beobachten und in Folge gegebenenfalls neuerlich Maßnahmen zu beantragen", heißt es. Der Klinik reicht das nicht. Erst kürzlich soll ein Kind durch die elektrische Schiebetür der Ordination auf die Straße gelaufen sein – passiert ist zum Glück nichts.
Möglichkeiten werden geprüft
Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) sie bereits seit mehreren Jahren mit Grois in Kontakt, wie sie erklärt. Sie betont, dass es immer klar gewesen sei, dass der Radweg kommen würde, auch in der Planungsphase der Klinik. Bezüglich der Geschwindigkeitsreduzierung würden alle Möglichkeiten geprüft, wobei sie in Schwellen, wie sie die ÖVP fordert, ein hohes Risiko für Radfahrer sieht. Sie hält bewusstseinsbildende Maßnahmen wie Bodenmarkierungen für zielführender. Generell zeigt sich Ahmad jedoch für weitere Vorschläge offen.
- Größere Kinder können die automatische Schiebetür aktivieren.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Abschließend erklärt die Bezirkschefin, dass sich die Situation voraussichtlich entspannen werde, sobald der gesamte Radweg in der Alserbachstraße fertiggestellt sei. Der Antrag wurde in der letzten Bezirkssitzung angenommen, was bedeutet, dass die Behörde (MA46) nun am Zug ist, Maßnahmen zu prüfen und eine Antwort an das Bezirksparlament zu formulieren.
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