7. und 9. Bezirk
Zwei "Mo.Hubs" wurden abgebaut – das sind die Ergebnisse
- Beim Mo.Hub-Projekt am Alsergrund dabei: Aurelia Kammerhofer (TU), Philip Krassnitzer (Agenda Alsergrund), BV-Stellvertreter Christian Sapetschnig (SPÖ) sowie MO.Point-Geschäftsführer Stefan Melzer.
- Foto: Tobias Schmitzberger
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Durch das Forschungs- und Pilotprojekt Mo.Hub sollen Konzepte erarbeitet werden, wie sich Grätzl unkompliziert Fahrzeuge wie Fahrräder und Autos teilen können und zudem öffentlicher Raum gestaltet wird. Nun wurde eine erste Pilotphase abgeschlossen.
WIEN/ALSERGRUND/NEUBAU. In der Salzergasse am Alsergrund gab es kürzlich eine, in der Schottenfeldgasse am Neubau ebenso. Die Rede ist von zwei "Mo.Hubs". Dies waren zwei Mobilitätsstationen, die mit einem E-Auto, einem E-Lastenrad und einer Grätzloase ausgestattet waren. Gegen gewisse Tarife konnten die Fahrzeuge genutzt werden.
Jetzt wurden die beiden Stationen wieder abgebaut und die Fahrzeuge kamen weg – im 9. Bezirk aber nicht ganz, hier konnte die Grätzloase bleiben. Denn die "Mo.Hubs" sind ein Pilotprojekt von unter anderem der Technischen Universität Wien. Hier geht es darum, neue Formen der Mobilität auszuprobieren.
- Dieses E-Auto konnte man am Mo.Hub mittels der App von Mo.Point nun mieten.
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Einerseits, wie sich ein Grätzl gemeinsam Fahrzeuge teilen kann, sodass nicht mehr jeder und jede zum Beispiel ein Auto braucht. Andererseits soll aber auch gezeigt werden, dass durch solche Modelle öffentlicher Raum frei wird, weil es weniger Parkplätze braucht. Und dieser Raum kann dann zum Beispiel für Grätzloasen genutzt werden. Diese Oasen dienen auch als Treffpunkt, wo sich Leute zufällig begegnen konnten, wenn sie unterwegs sind, und zum Beispiel ihre schweren Einkaufstaschen kurz abstellen können – so die Grundidee.
Die ersten Ergebnisse sind da
Nun gibt es erste Ergebnisse aus dem Projekt. Luca Bierkle von der TU Wien erklärt: "Es zeigte sich, dass durchaus Interesse besteht, die Fahrzeuge und Aufenthaltsräume der Mo.Hubs zu nutzen." Besonders sinnvoll sei es gewesen, wenn man bestehende Infrastrukturen sinnvoll einbauen könne. Am Neubau war so etwa eine Wien Mobil-Radstation direkt neben dem Mo.Hub und in der Salzergasse die Räume der Agenda Lichtental.
- Der Mo.Hub-Standort in der Schottenfeldgasse – auch hier mit Grätzloase.
- Foto: Mo.Hub
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"Durch Anknüpfung an bestehende Infrastrukturen, Geschäfte und Initiativen vor Ort wird der Standort der Mobilitätsstation bereichert und das neue Angebot besser genutzt", erklärt Bierkle. Allerdings gäbe es bei der Einrichtung solcher Stationen auch Herausforderungen. Gerade die Bürokratie zeigte sich als kompliziert. "Der Einreichprozess ist sehr komplex und konnte nur durch Unterstützung der Wiener Linien und der Bezirksvorstehungen erfolgen", sagt Bierkle.
Was jetzt weiter passieren wird
Und wie geht's weiter? Aktuell möchte man erfahren, wie die Bevölkerung zu den Mo.Hubs steht. Daher hat man eine Umfrage erstellt. Diese richtet sich an Menschen, die im 7. Bezirk oder im Lichtental wohnen oder arbeiten. Einen Link dazu gibt es hier.
- Auch in der Seestadt Aspern soll ein Mo.Hub hinkommen.
- Foto: Mo.Hub
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Bis Herbst soll die Umfrage fertig ausgewertet sein. Aus den Ergebnissen will die Forschungsgruppe lernen, wie die Mo.Hubs von der Bevölkerung vor Ort bewertet werden und welche Ausstattung Sie sich wünschen würden. In der Seestadt Aspern wird in Ergänzung zu einer WienMobil Station mit unterschiedlichen Fahrzeugen in Kürze voraussichtlich ebenso probeweise ein weiterer Mo.Hub geschaffen.
- Im "Mo.Hub" an der Salzergasse: BV-Stellvertreter Christian Sapetschnig (SPÖ), MO.Point-Geschäftsführer Stefan Melzer, Aurelia Kammerhofer (TU) sowie Philip Krassnitzer (Agenda Alsergrund). (Archivbild/ Sommer 2022)
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Am Ende des Projekts sollen Empfehlungen ausgearbeitet werden, wie Bürgerinnen und Bürger ihren eigenen Mo.Hub planen und umsetzen können. Ein PKW wird nur wenige Tage der Woche genutzt? Oder man hat keinen eigenen PKW, würde ab und zu aber gerne ein Auto ausleihen? Dann könnte das die richtige Lösung für einzelne Personen und Ihre Nachbarschaft sein. Für sie soll dann bereits ein Konzept bestehen, wie sie so ein Projekt im eigenen Grätzl sinnvoll angehen könnten.
Auch für die Stadtverwaltung werden Empfehlungen erarbeitet, um solche kooperative Mobilitätsstationen zu fördern und vereinfachen.
Zur Sache
Das Forschungsprojekt Mo.Hub wird im Rahmen des FFG-Programms "Mobilität der Zukunft" durch das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) gefördert. Beteiligt sind die TU Wien MOVE, MO.Point, DI Mann, Stadtland und Urban Innovation Vienna.
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