Amstettner Handschriftenbibel

Frau Bgm. Puchebner übergibt ihren Beitrag zur Amstettner Handschriftenbibel - den "Ersten Brief des Petrus" - an Kurator-Stv. Köttritsch
  • Frau Bgm. Puchebner übergibt ihren Beitrag zur Amstettner Handschriftenbibel - den "Ersten Brief des Petrus" - an Kurator-Stv. Köttritsch
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Freiheit und Verantwortung seit 1517 – Reformationsgedenken der evangelischen Kirche in Österreich.
Die evangelische Pfarrgemeinde Amstetten-Waidhofen/Ybbs hat aus Anlass des Gedenkens an die Reformation vor 500 Jahren das Projekt einer handgeschriebenen Bibel gestartet. Ziel ist es, das Neue Testament „abzuschreiben“ und sich natürlich auch mit dessen Inhalt auseinander zu setzen.

„Das Projekt das bereits vor einem Jahr gestartet wurde macht Fortschritte, ca. zwei Drittel der Kapitel des Neuen Testamentes der Lutherbibel in der überarbeiteten Fassung von 1984 sind bereits geschrieben“, berichtet der evangelische Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt vor wenigen Tagen. Das Werk ist nun um ein weiteres Kapitel im Umfang gewachsen. Bürgermeisterin Ursula Puchebner übergab ihren Beitrag, den „Ersten Brief des Petrus“ an Kurator-Stellvertreter Hubert Köttritsch.
„Es freut mich, dass ich einen Beitrag zur handgeschriebenen Lutherbibel leisten durfte“, so Bürgermeisterin Ursula Puchebner, bei der Übergabe ihres handgeschriebenen Kapitels, die überzeugt ist, dass Luthers Bibelübersetzung nicht nur den deutschen Protestantismus sondern auch die Geschichte der deutschen Sprache und Literatur wesentlich geprägt hat.
Wichtig ist für Amstettens Bürgermeisterin aber auch, der Gedanke der Ökumene, dass man gemeinsam, über Religionsgrenzen hinweg, die handgeschriebene Bibel verfasst.
„Beim Schreiben war wohl der erste Gedanke der, wie lange es her ist, dass ich einen so langen Text handschriftlich verfasst habe. Leider, erledigen wir vielfach den Alltag nur mehr mit dem Computer und die tatsächliche Handschrift tritt immer mehr in den Hintergrund. Der zweite Gedanke, galt natürlich dem Inhalt des ‚Ersten Brief des Petrus‘ und in welch wunderbarer Sprache dieser verfasst ist“.
Alle interessierten Personen, gleich welcher Konfession, sind eingeladen an dem Projekt teilzunehmen. Die Auseinandersetzung mit Inhalten gelingt beim Schreiben eines Textes immer stärker als beim reinen Lesen, ein Grundprinzip, das auch im traditionellen Schulunterricht genutzt wird.
Existenzielle Erfahrungen, Hoffnung und Zweifel, Trauer und Trost unzähliger Generationen spiegeln sich im „Buch der Bücher". Die Bibel als Literatur und als Träger von Botschaften selbst neu zu entdecken ist eine Zielsetzung des Projektes „Handschriftenbibel“. Darüber hinaus ist die Pflege der Kulturtechnik des handschriftlichen Schreibens gerade in unserer heutigen Zeit eine weitere Herausforderung.
Wenn Sie sich an dem Projekt beteiligen möchten wenden Sie sich bitte an das Evangelische Pfarramt Amstetten, Preinsbacher Straße 8 oder senden Sie ein Mail an evangam@gmx.at. Vielleicht ist gerade ihre Lieblingsstelle noch zu vergeben.

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