Tritonus-Konzert mit Danzi, Weber und Strauss
Abenteuerliche Klangfülle
- Mit sportlichem Einsatz dirigierte Norbert Pfafflmeyer das Philharmonische Orchester Györ.
- hochgeladen von Gabriela Stockmann
BADEN. In die opulente Klangwelt vor 200 Jahren entführte das Tritonus-Konzert am 11. April. Unter dem Dirigat von Norbert Pfafflmeyer interpretierte das Philharmonische Orchester Györ Werke des deutschen Kapellmeisters Franz Danzi (gestorben 1826) und seines Freundes Carl Maria von Weber (ebenfalls gestorben 1826). Die beiden verband unter anderem die Liebe zum Fagott. Robert Brunnlechner, erster Fagottist im Orchester der Bühne Baden, begeisterte solistisch mit von Webers Andante e Rondo Ungarese op. 35 für Fagott und Orchester.
Zweiter Schwerpunkt: Strauss
Der zweite Schwerpunkt des Konzertes gehörte dem berühmten Komponisten Richard Strauss (gestorben 1949). Die Sopranistin Cornelia Hübsch begab sich mit seinen „Vier letzten Liedern“ in einen gesanglichen Kraftakt mit dem äußerst personen- und klangstarken Philharmonischen Orchester Györ. Hinreißend interpretierte sie die emotionale Vielfalt in der Strauss’schen Komposition, die auf Gedichte von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff aufbaut.
Klanggewaltige Rosenkavalier-Suite
Zum Abschluss des Tritonus-Konzertes entlockte Dirigent Norbert Pfafflmeyer mit der Rosenkavalier-Suite von Richard Strauss dem Orchester eine schier abenteuerliche Klangfülle, die der Komponist mit üppiger Instrumentation erreichte und der Dirigent mit sehr sportlichem Einsatz umsetzte.
Gewidmet war das gesamte Tritonus-Konzert dem im Jahr 2025 allzu jung verstorbenen Wirtschaftsprüfer Walter Reiffenstuhl, der ein großer Förderer Badens war, unter anderem auch des Tritonus-Projektes. Entsprechend waren viele Vertreter aus Wirtschaft und Politik im Publikum.
Vorschau
Das nächste Tritonus-Konzert ist am 13. Juni mit Arthur Honeggers Symphonischem Psalm „König David“, bei dem unter anderem Cornelius Obonya als Erzähler zu erleben sein wird.
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