Stadtpolitik Bad Vöslau (Update vom 23. Juli):
Luxus-Wohnen in Gainfarn

Dieses Grundstück neben dem Gainfarner Gymnasium mit Harzbergblick wurde von der Gemeinde an einen Bauträger verkauft, der hier Reihenhäuser errichten will. Nicht alle Fraktionen waren davon begeistert. | Foto: Stockmann
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  • Dieses Grundstück neben dem Gainfarner Gymnasium mit Harzbergblick wurde von der Gemeinde an einen Bauträger verkauft, der hier Reihenhäuser errichten will. Nicht alle Fraktionen waren davon begeistert.
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Für zwei Wohnbauprojekte aus dem Luxussegment wurden in der Gemeinderatssitzung am 23. Juni die Weichen gestellt.

BAD VÖSLAU. Zum einen hat die Stadtgemeinde vor 17 Jahren vom Bund ein Grundstück in Gainfarn ersteigert, das mittlerweile eine starke Wertsteigerung erfahren hat und verkauft wird.

Enorme Wertsteigerung

Acht Bauträger meldeten sich bei der Gemeinde mit einem verbindlichen Angebot und einem Bebauungskonzept, das von der Stadt auf seine Qualität bewertet wurde. Den Zuschlag für die 5000 Quadratmeter große Fläche, die mit Gebäuden zu maximal zwei Wohneinheiten verbaut werden darf, erhält demnach die Firma Famosahaus. Sie bot 3,4 Millionen. FPÖ-Gemeinderat Peter Gerstner äußerte Sorge, ob "sichergestellt sei, dass auch so gebaut wird wie angekündigt". Die Grünen hinterfragten, ob man Häuser, die wohl "mindestens 600.000 Euro" kosten würden, überhaupt brauche und ob Bad Vöslau überhaupt weiter wachsen müsse. Schließlich müsse man in Folge die Kosten für die Infrastruktur (Schulen, Straßen, etc.) tragen. Seitens der Neos betonte man, dass man auf dem Gemeindegrundstück anstatt "schnelles Geld zu machen" auch ein Gemeinwohlprojekt errichten hätte können. Der zuständige Stadtrat Harald Oissner (Liste Flammer) betonte, dass Bad Vöslau im Vergleich anderer Bezirks-Orte um 35 % langsamer wachse. Das betreffende Grundstück sei aufgrund seiner Entfernung vom Zentrum und seiner Ländlichkeit für sozialen Wohnbau nicht geeignet. Der Beschluss zum Verkauf wurde mehrheitlich (Liste Flammer, ÖVP, FPÖ) gefasst.

Verzögerung bei "Die Gainfarner Harfe"

Ebenfalls auf Schiene ist das Stadtvillen-Wohnbauprojekt in der Sellnergasse/Hauptstraße (Grundstück Grasl). Dennoch muss eine Weiche neu gestellt werden.
Bei einem vom Eigentümer ausgelobten Architektenwettbewerb gibt es ein Siegerprojekt namens "2101 ROSAS - Die Gainfarner Harfe". Ebenso hat die Stadt bereits Bebauungsbestimmungen festgelegt. Nun sollte im Rahmen eines Bauland-Mobilisierungsvertrages sichergestellt werden, dass das Siegerprojekt auch so gebaut wird wie geplant. Dabei stellten Juristen fest, dass der Vertrag noch nicht abgeschlossen werden kann, weil auf dem seit 30 Jahren als Bauland gewidmeten Grundstück noch eine Aufschließungszone besteht, die erst aufgehoben werden muss. Denn eine Baubewilligung ist auf einem Grundstück mit Aufschließungszone nicht möglich. Der Vertrag soll über den Sommer neu aufgesetzt werden, was das Projekt ein wenig verzögert. Neos sprachen vom "Blockieren eines tollen Projektes", die Grünen wünschen sich nach wie vor eine kleinere Dimensionierung. Fix ist: Ab Herbst wird in diesem Vöslauer Villenviertel gebaggert und betoniert.

Update 23. Juli 2022

Eine Leserin weist uns darauf hin, dass in Gainfarn ein weiteres Großprojekt im "Luxussegment" verwirklicht wird. Im Bereich Liliengasse/Primelgasse/Kleegasse/Kornblumengasse werden - ebenfalls von Famosahaus - 18 Einfamilienhäuser errichtet. "Wieder ein Acker weniger, und die Blumennamen verkommen zu Straßennamen", sagt die Leserin, die darauf hinweist, dass auch der angrenzende Viertelgraben, alles eine einstmals grüne Gegend, bereits massiv verbaut wird

Dieses Grundstück neben dem Gainfarner Gymnasium mit Harzbergblick wurde von der Gemeinde an einen Bauträger verkauft, der hier Reihenhäuser errichten will. Nicht alle Fraktionen waren davon begeistert. | Foto: Stockmann
Das Grasl-Grundstück in der Ecke Oberkirchen-Gasse, Sellnergasse, Hauptstraße wird zur Verbauung mit Stadtvillen unter dem Titel "Die Gainfarner Harfe" bereits zur Verbauung vorbereitet. Vertraglich verzögert sich die Baubewilligung wohl bis Herbst.
Dieser Acker bei der Kleegasse wird mit bestimmt auch nicht ganz billigen Einfamilienhäusern verbaut. | Foto: Stockmann
Ein Anrainer des künftigen Bauplatzes befürchtet Schlimmes... | Foto: Stockmann

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