Schülerin der HLW Braunau erfolgreich auf Salzburgs Bühnen

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Wenn in den letzten Jahren von starken Männern an der HLW berichtet wurde, dann soll heuer das Augenmerk auf starke Frauen gerichtet sein. Eine von ihnen, Diana Mühlbacher aus dem Jahrgang 4C, verdient es längst, an ihrer Schule vor den Vorhang geholt zu werden. Mit Begeisterung nämlich steht sie seit Jahren auf der Bühne in Salzburg, sei es im Landestheater oder im Großen Festspielhaus.
Seit 2008, dem Gründungsjahr des „Salzburger Festspiele und Theater Kinderchors“ durch Wolfgang Götz, ist sie Mitglied in diesem umfangreichen Chor, der in große Konzert- und Opernproduktionen der Salzburger Festspiele und des Landestheaters Salzburg eingebunden wird.
So steht Diana seit einigen Jahren als Chormitglied und Solo-Sängerin mit internationalen Künstlern auf der Bühne, denen sie auch persönlich begegnet und die ihr junges Leben entscheidend beeinflussen und auch prägen.
Auf die Frage, wie es dazu gekommen sei, antwortet sie bereitwillig, dass ihr die Musikalität bereits in die Wiege gelegt wurde. Vater wie Großvater sind begeisterte Musiker, der eine vorwiegend als Trompeter, der andere als Mitglied der Bluesband „Black and White“.
Mit vier Jahren schon beginnt ihr erster Ballettunterricht, den sie bis zum zehnten Lebensjahr erhalten wird. Später tanzt sie in der Braunauer Showdance-Gruppe von Natascha Dich.
In der Schule wird sie begeisterte Mitwirkende in Schulmusicals, in der Unterstufe Gymnasium erhält sie Gesangsunterricht bei Gerlinde Dauter und Eva Leitner. Ihre Stimme wird sowohl als Sopran- als auch als Altstimme ausgebildet.
Weiters beteiligt sie sich erfolgreich an Wettbewerben, so zum Beispiel an „Prima la musica“, wo sie 2012 mit Silber belohnt wird. Auch die Teilnahme an der oberösterreichischen Gesangsolympiade verläuft erfolgreich und bringt ihr abermals Silber ein.
Die Begeisterung für den Gesang und die frühe Leidenschaft für die Bühne haben also ermöglicht, dass Diana in so jungen Jahren schon an zahlreichen Opernaufführungen mitgewirkt hat. Mit so namhaften Künstlerinnen und Künstlern wie Anna Netrebko, Cecilia Bartoli, Piotre Beczala, Thomas Hampson steht sie gemeinsam „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ und auch auf „du und du“, wie sie augenzwinkernd verrät und es im Künstlermilieu eben üblich ist.
Auch mit großen Dirigenten kommt sie in Kontakt, wenn diese - vorwiegend zu den Festspielen - nach Salzburg geladen werden. Als Beispiele können Zubin Mehta und der große Christian Thielemann genannt werden, seit 2013 künstlerischer Leiter der Salzburger Osterfestspiele, der im Strauß-Jahr dessen „Frau ohne Schatten“ in Salzburg dirigierte. Unter ihnen als Dirigenten stand Diana als Mitwirkende auf der Bühne und genoss die Aufführungen und den Applaus des Publikums.
Auch Regisseur Damiano Michieletto, der als Rossini-Spezialist gilt und als solcher „La Cenerentola“ in Salzburg inszenierte, kennt sie bei der Arbeit durch ihr Mitwirken im „Salzburger Festspiele und Landestheater Kinder- und Jugendchor“.
In „Shakespeare im Park“ unter der Regie des Landestheater-Intendanten Carl Philipp von Maldeghem brillierte Diana als eine der vielen Elfen im Schloss Leopoldskron, auch ein Solo hatte sie vorzutragen.
Weiters arbeitet sie mit der Formation „African spirit“, einem Ensemble von Instrumentalisten, die durch hohe Musikalität und rasante Rhythmen bestechen. Viele Benefiz- und Charity-Veranstaltungen dienen der Unterstützung Bedürftiger in aller Welt.
Und – was einen besonderen Höhepunkt darstellte – auch in der vielumjubelten Bühnenfassung der „Kinder des Monsieur Mathieu“, die im Frühjahr dieses Jahres im Landestheater zu sehen war, wirkte und sang das passionierte Chormitglied begeistert mit.
Neben dem Gesang gilt Dianas Leidenschaft auch dem Sprechtheater. Deshalb nahm sie 2013 beherzt an einem Casting teil, das Jugendliche für den Bewegungschor von „Faust II“ in der Felsenreitschule suchte.
„Wer große Lust am Sprechen und an Bewegung und wenig Scheu vor großem Publikum hat, kann auf einer der wohl faszinierendsten Bühnen der Salzburger Festspiele, der Felsenreitschule, dabei sein und die mythologischen und fantastischen Figuren des Textes von Goethes verkörpern. Grazien, Parzen, Nymphen, Engel bis hin zu den Gefolgsleuten der Helena werden von den Jugendlichen gemimt und tänzerisch gestaltet“, hieß es in der Ausschreibung.
Diesem Aufruf folgte Diana umgehend und vermochte eindeutig zu überzeugen, womit eine Zeit intensiver Probenarbeit begann. Belohnt wurde die viele Mühe mit der Tatsache, dass sie im „Schauspiel aller Schauspiele“, wie Hugo von Hofmannsthal vor einem Jahrhundert urteilte, an einem der schönsten Bühnenorte erfolgreich mitwirken konnte. Mit Sascha Oskar Weiß, der als Mephisto alle Register zog, und mit Christoph Wieschke, einem großen Faust-Interpreten, auf der Bühne zu stehen, kann als ein ganz großes Ereignis im Leben einer noch so jungen Darstellerin erachtet werden.
Zur Ruhe kommt die Nimmermüde gar nicht, die Pläne reichen bis weit ins Jahr 2015 hinein. Mit Stimmtrainerin bzw. Stimmcoach wird eifrig trainiert und die Gesangsausbildung vorangetrieben. Der Salzburger Jugendchor probt Freitag und Samstag für die nächsten Anlässe, zum Beispiel für Konzerte im Karl-Böhm-Saal der Universität.
Diana weiß es zu schätzen, dass sie von ihrer Schule größte Unterstützung erfährt und ungehindert an Probenarbeiten teilnehmen kann, wie es beim Faust-Projekt intensiv der Fall war.
Auf ihre Zukunftspläne angesprochen, erzählt die Siebzehnjährige, dass sie ein klares Ziel, das der Opernsängerin, vor Augen hat. Sie übt sich im Koloratursopran und hat schon einige große Arien berühmter Opernwerke, vor allem der Italiener, im Repertoire. Sie möchte nach der Matura ein Doppelstudium in Angriff nehmen, Gesang am Mozarteum, und Eventmanagement, das ihr bei ihrer Karriere wohl auch behilflich sein kann.
Wir wünschen unserer ambitionierten und der Musik, dem Gesang so ergebenen Schülerin, dass sie ihre Träume realisieren kann und dabei so natürlich und unprätentiös bleibt, wie wir sie kennen und uneingeschränkt schätzen. Von Herzen viel Erfolg!

Fotos: HLW Braunau

Autor:

Renate Wurmitsch aus Braunau

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