Klosterneuburger Straße: Die Entstehung einer Straße

1900: Klosterneuburger Straße 17 mit Blick auf den Bahnhof Brigittenau.
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  • 1900: Klosterneuburger Straße 17 mit Blick auf den Bahnhof Brigittenau.
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BRIGITTENAU. Die Klosterneuburger Straße ist eine der ältesten Verkehrsadern der Brigittenau.

Viele Gebäude entlang der Klosterneuburger Straße sind späthistorische Zinsbauten. Der Großteil der Wohnhäuser hat späthistoristische Fassaden, in den zunächst verbliebenen Baulücken solche des Jugendstils.

Bebauung

Die Gegend war bis zur Donauregulierung 1870–1875 zu großen Teilen eine Aulandschaft. Zunächst bewohnten hauptsächlich Fischer, Jäger und Holzfäller das Gebiet, später kamen Gärtner und Wirte hinzu.

Anfang des 19. Jahrhundert begann man, Obst- und Gemüsegärten zur Versorgung herrschaftlicher Küchen, sogenannte Küchengärten, und erste Fabriken anzusiedeln. Anfang der 1870er-Jahre errichtete man erste dreistöckige Wohnhäuser zwischen dem Gaußplatz (damals Mathildenplatz), der Klosterneuburger Straße und der Othmargasse. Die Wohnbauzeilen wurden zunehmend verdichtet.

Anfang der 1880er Jahre entstanden große Privatbetriebe. Erst Ende des Jahrhunderts ging die Verbauung deutlich zurück. Bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges war sie aber keineswegs flächendeckend. Erst der kommunale Wohnbau der Ersten Republik schloss die Baulücken in großem Umfang.

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. Es zeigten sich erste Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer und höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch.

Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WCs ausgestattet. In diesem Baustil entstand 1959–1962 in der Klosterneuburger Straße 99 der 13-stöckige Gemeindebau "Freiheitsturm", dessen Name an die Opfer des österreichischen Freiheitskampfes gegen Faschismus und Diktatur erinnern soll.

Autor:

Kathrin Klemm aus Leopoldstadt

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