Update Nordwestbahnhof
Stadtteil für 12.500 Brigittenauer

Tor zum Nordwestbahnhof-Viertel: In der Dresdnerstraße 84–90 entstehen ein Hochhaus und ein sechsgeschoßiges Wohnhaus.
  • Tor zum Nordwestbahnhof-Viertel: In der Dresdnerstraße 84–90 entstehen ein Hochhaus und ein sechsgeschoßiges Wohnhaus.
  • Foto: Idealice
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Am Nordwestbahnhof-Areal entstehen 4.900 neue Wohnungen. 2019 rollen die Bagger in der Dresdnerstraße an.

BRIGITTENAU. Noch fahren die Züge am Areal des Nordwestbahnhofs ein, doch das wird sich bald ändern. Bis 2025 entsteht auf dem 44 Hektar großen Areal – das entspricht sechs Fußballfeldern – ein völlig neuer Stadtteil. Noch 2019 rollen die ersten Bagger an: Die Abbrucharbeiten beginnen in der Dresdnerstraße 84–90. Dort entstehen ein Hochhaus und ein sechsgeschoßiges Wohnhaus. Die Gebäude mit insgesamt 400 Wohnungen bilden künftig das Tor zum neuen Nordwestbahnhof-Viertel.

5.000 neue Arbeitsplätze

Grundlage der Planung dieses künftigen Brigittenauer Wohn- und Arbeitsgebiets, ähnlich dem Leopoldstädter Nordbahnviertel, ist das "städtebauliche Leitbild" aus dem Jahr 2018. Demnach ist eine Blockrandbebauung mit begrünten Höfen, umgeben von einem großen Park, vorgesehen. Auf den 19 Baufeldern ist Platz für 4.900 Wohnungen mit rund 12.000 Bewohnern. Zudem will man auf dem Gebiet, wo sich von 1872 bis 1924 der Kopfbahnhof der Nordwestbahn befand, 5.000 neue Arbeitsplätze schaffen. "Uns ist die Einbindung der Bevölkerung wichtig", sagt Hans-Christian Heintschel vom verantwortlichen Projektteam. Deshalb gibt es ab 2020 einen Infostand in der Nordwestbahnstraße 16.

Noch Mieter vor Ort

"Aktuell werden die letzten Rahmenverträge zwischen Stadt Wien und ÖBB unterzeichnet", erklärt Heintschel. Der nächste große Schritt ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bis Ende 2019, die sich mit möglichen Umweltauswirkungen des Bauprojekts befasst. Der weitere Zeitplan richtet sich dann nach den Ergebnissen der UVP. Das sei das herkömmliche Prozedere mit vielen kleineren und größeren Schritten. "Bislang läuft alles wie geplant", so Heintschel. Wenn das Baufeld dann freigemacht ist, sollen die Arbeiten am Areal schließlich 2021 beginnen.

Aktuell sind noch Mieter vor Ort, deren Verträge aufgelöst werden müssen. Dabei handelt es sich um Speditionsfirmen, die Lagerhallen und Büros betreiben. "Unsere Mitarbeiter, die zurzeit noch am Areal tätig sind, werden dann an einen anderen Dienstort versetzt", heißt es seitens der ÖBB.

Ausstellung der Bauprojekte

Noch bis 29. Mai läuft die kostenlose Ausstellung „Deine Nachbarschaft wächst“ des GB* Stadtteilbüros im Bezirksamt der Leopoldstadt (2., Karmelitergasse 9). Zu sehen sind die Bauprojekte des Nordwestbahnhofs jeweils Montag bis Mittwoch und Freitag, von 7.30 bis 15.30 Uhr, sowie donnerstags von 7.30 bis 17.30 Uhr. Mehr Infos erhalten Sie auf www.gbstern.at oder unter 01/214 39 04.

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