Bankomat gesprengt
Verdächtiger auf der Flucht mit dem Fahrrad gefasst
- Der Bankomat hielt stand: Der Versuch, das Gerät mithilfe von Gas aufzubrechen, scheiterte. Die Polizei nahm wenig später einen Verdächtigen auf der Flucht mit dem Fahrrad fest.
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Ein lauter Knall, ein beschädigter Bankomat und ein Täter, der sich mit dem Fahrrad aus dem Staub machen will: Nach einer missglückten Bankomatsprengung in Wolfsthal nahm die Polizei in den frühen Morgenstunden des 21. Oktober einen Verdächtigen fest. Der Mann soll aus Bratislava gekommen sein und versucht haben, den Bankomaten mit Gas zu sprengen. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in St. Pölten bestätigte Innenminister Gerhard Karner den Ermittlungserfolg.
WOLFSTHAL. Gegen 4 Uhr früh wurde im Bereich eines Lebensmittelmarktes in Wolfsthal ein Bankomat gesprengt. Die Explosion verursachte erheblichen Sachschaden. Der erhoffte Erfolg dürfte für den Täter allerdings ausgeblieben sein: Die Sprengung misslang, Beute dürfte er nicht gemacht haben.
Verdächtiger soll aus Bratislava gekommen sein
Rasch eintreffende Polizeikräfte konnten durch die Angaben eines Zeugen eine brauchbare Personenbeschreibung erhalten und eine gezielte Fahndung einleiten. Im österreichisch-slowakischen Grenzgebiet wurde schließlich ein Radfahrer angehalten, auf den die Beschreibung zutraf. Der Mann wurde festgenommen.
Bei der ersten Vernehmung soll der Festgenommene gestanden haben, den Bankomaten gesprengt haben zu wollen. Nach seinen Angaben sei er mit dem Fahrrad aus Bratislava, wo er wohne, über die Grenze gekommen. Er habe Gas eingeleitet, um den Bankomaten zu sprengen, anschließend aber die Flucht ergriffen, weil der Versuch nicht gelungen sei.
- Neue Technik erschwert Sprengungen: Laut Innenminister Gerhard Karner machen moderne Bankomaten solche Angriffe zunehmend schwieriger.
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Innenminister Gerhard Karner verwies bei der Pressekonferenz auf neue Sicherheitsmaßnahmen bei Bankomaten, die solche Angriffe für Täter zunehmend erschweren sollen. Im vorliegenden Fall dürften diese Maßnahmen ihre Wirkung gezeigt haben. Ob der Mann tatsächlich allein gehandelt hat oder weitere Personen im Hintergrund beteiligt waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei gleicht dazu auch die Spuren vom Tatort mit den bisherigen Erkenntnissen ab.
Zwei große Ermittlungserfolge präsentiert
Der Fall wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Landeskriminalamt Niederösterreich präsentiert. Neben Karner berichteten Landespolizeidirektor Franz Popp und LKA-Leiter Stefan Pfandler über zwei weitere große Ermittlungserfolge: die Aufklärung von 15 Einbruchsdiebstählen und die Sicherstellung von 200 Kilogramm Cannabiskraut bei einem internationalen Schmuggel.
Karner betonte zugleich, dass Kriminalität zunehmend jünger und digitaler werde. Neben Maßnahmen gegen Jugend- und Onlinekriminalität sei es weiterhin notwendig, konsequent gegen klassische Delikte wie Einbrüche und Suchtmittelkriminalität vorzugehen. Die Ermittlungen zur Bankomatsprengung in Wolfsthal dauern an.
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