30.09.2014, 22:54 Uhr

Initiative für Sicherheit

Sabine Umscheider, Paul Pagacs und Heinrich Hartl, der schon fünffaches Opfer von Kriminalität wurde (v.l.n.r.) .

Die Kriminalstatistik spricht von Rückläufigkeit, das empfindet die Bevölkerung aber anders.

BAD DEUTSCH ALTENBURG (bm). Im Jahr 2012 wurde der Bad Deutsch Altenburger Friedhof 43 Mal heimgesucht, Vasen, Laternen und Figuren wurden gestohlen (die Bezirksblätter berichteten). Damals fasste Sabine Umscheider den Entschluss, eine Bürgerinitiative zu gründen und damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Bürgerinitiative "Sichere Ostregion"

"Bei meiner Mutter wurde am Grab die Laterne gestohlen. Sie hat 13 Jahre lang mit ihrer Krankheit gekämpft, wenigstens die Totenruhe soll man ihr nicht nehmen", erklärt Umscheider ihre Beweggründe und fährt mit den Forderungen der Bürgerinitiative fort: "Was wir brauchen sind mehr Polizisten vor Ort, ebenso die Wiedereinführung von zumindest schwerpunktartigen Grenzkontrollen! Warum das Bundesheer den Assistenzeinsatz beendet hat ist mir schleierhaft! Wir erneuern diese Forderung an die Politik und erwarten, dass unser Bedürfnis nach Sicherheit ernst genommen wird!" Umscheiders Mitstreiter Paul Pagacs, Gemeinderat in Hainburg, ist gerade in Bezug auf die anstehende Gemeinderatswahl "sehr gespannt, was die Kommunalpolitiker den Bürgern zusichern werden, was sie gegen die Kriminalität unternehmen wollen." Und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu "und dann sehen wir weiter, was nach fünf Jahren passiert ist."

Bundesrat Werner Herbert übt Kritik

Bundesrat Werner Herbert, in seinem Brotberuf Polizist, übt Kritik: "Sicherheit ist das Monopol des Staates. Es kann nicht sein, dass der dieser Aufgabe durch Sparmaßnahmen nicht mehr nachkommen kann. Wir brauchen mehr Personal und Ausrüstung, um der Situation Herr zu werden. Wir können nur durch diese Maßnahmen handlungsfähig bleiben und würden uns auch mehr Ressourcen für permanente Präventionsarbeit wünschen!"
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