Pflegebedarf im Burgenland steigt weiter an

Pflegebedürftige werden daheim von Angehörigen oder von ambulanten Pflegerinnen sowie in Heimen betreut.
  • Pflegebedürftige werden daheim von Angehörigen oder von ambulanten Pflegerinnen sowie in Heimen betreut.
  • Foto: Rotes Kreuz
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Die Zahl und der Anteil älterer Menschen werden im Burgenland weiter steigen. Berechnungen des Burgenländischen Hilfswerks haben ergeben, dass es bis 2022 im Burgenland um 14 % mehr Pflegegeldbezieher geben wird als 2015.

Wer der Pflege bedarf, hat in Österreich Anspruch auf Pflegegeld. Das bekommt jede/r, die/der über mindestens sechs Monate einen anerkannten Pflegebedarf von durchschnittlich mehr als 65 Stunden im Monat hat.

Mehrstufiges Pflegegeld
Das Pflegegeld ist in sieben Stufen gegliedert und wird monatlich ausbezahlt. Die Einstufung richtet sich nach dem Umfang des Pflegebedarfs. Die Höhe bewegt sich von 157,30 Euro (Pflegestufe 1, mehr als 65 Stunden Pflegebedarf pro Monat) bis 1.688,90 Euro (Pflegestufe 7, mehr als 180 Stunden plus Bewegungsunfähigkeit).

Das Land Burgenland unterstützt je nach Bedarf die Kosten des Einzelnen durch einen Beitrag aus der Sozialhilfe. Beantragt wird diese bei der Bezirkshauptmannschaft. Übersteigen die Kosten einen zumutbaren Kostenbeitrag, wird die Pflege von der Behörde bescheidmäßig zuerkannt. Die Kosten - vorbehaltlich der Rückverrechnung eines Kostenbeitrages mit dem Pflegebedürftigen - werden dann vorläufig übernommen.

Die Sozialhilfe springt ein, wenn Einkommen, Pflegegeld und verwertbares Vermögen der Hilfesuchenden nicht ausreichen, um den Lebensbedarf zu sichern.

Wenn die Eigenmittel des Pflegebedürftigen zur Kostenabdeckung ausreichen, verrechnet die Pflegeorganisation die Kosten direkt mit dem Leistungsbezieher. Ist das nicht der Fall, übernimmt das Land einen Teil der Kosten. Basis sind landeseinheitlich geregelte Stundensätze für die reine Pflegezeit.

Ambulante Pflege
Pflegebedürftige Menschen, die im eigenen Haushalt leben, können eine 24-Stunden-Betreuung oder eine ambulante Pflege und Betreuung in Anspruch nehmen.
Hauskrankenpflege wird von diplomiertem Gesundheits- und Krankenpflegepersonal sowie Pflegehelferinnen geleistet.

Die Pflege umfasst Tätigkeiten wie Verbandswechsel, Wundpflege, Verabreichung von Insulin oder Stomaversorgung. Eine Heimhilfe bietet Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen wie Hausarbeit, einfacher Körperpflege, An- und Auskleiden.

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