Bundesländer-Vergleich
Burgenland hat höchsten CO2-Ausstoß pro Einwohner

Besuchermagneten wie der jüngste Black Friday in Parndorf tragen angesichts der tausenden Autofahrten nicht unbedingt zur CO2-Reduktion im Burgenland bei.
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Wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt, hat der Verkehr im Burgenland mit 3,21 Tonnen CO2 den höchsten Pro-Kopf-Ausstoß aller Bundesländer

BURGENLAND. Zwischen den Bundesländern sind die Unterschiede bei der Klimabilanz des Verkehrs sehr groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Pro Kopf verursacht der Verkehr im Burgenland mit 3,21 Tonnen im Jahr die höchsten CO2-Emissionen.

Wien bildet Schlusslicht

Dahinter folgen Niederösterreich (3,08 Tonnen), Kärnten (3,02 Tonnen), Oberösterreich (2,99 Tonnen), Steiermark (2,86 Tonnen) und Salzburg (2,73 Tonnen). Nur in drei Bundesländern weist der Verkehr niedrigere CO2-Emissionen als der Österreich-Schnitt (2,67 Tonnen) auf: Wien mit 1,77 Tonnen CO2 pro Kopf, Vorarlberg mit 2,49 Tonnen und – trotz Lkw-Transits – Tirol mit 2,63 Tonnen.

Höchste Zunahme im Burgenland

Die VCÖ-Analyse zeigt, dass es auch bei der Zunahme der CO2-Emissionen des Verkehrs große Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt: In Wien gab es seit dem Jahr 1990 eine Zunahme um 0,31 Tonnen CO2 pro Einwohner, österreichweit war die Zunahme mit 0,90 Tonnen rund dreimal so hoch wie in Wien. In Kärnten sind die pro Kopf-Emissionen sogar um 1,18 Tonnen gestiegen – im Burgenland war die Zunahme mit 1,34 Tonnen am höchsten.

Es ist mit noch mehr Emmissionen zu rechnen

Das Wegener Zentrum der Universität Graz rechnet für heuer mit einer weiteren Zunahme der vom Verkehr verursachten klimaschädlichen Emissionen. "Um das von der vergangenen Bundesregierung beschlossene Klimaziel für das Jahr 2030 zu erreichen, muss österreichweit der Pro-Kopf CO2-Ausstoß des Verkehrs auf 1,7 Tonnen sinken. Dieses Ziel ist erreichbar, jedoch nur mit einem umfassenden Klimaschutzpaket", sagt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Öffi-Ausbau gefordert

Der VCÖ sieht daher die kommende Bundesregierung gefordert, mehr Investitionen für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und der Rad-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Wer in Österreich mit der Bahn statt mit dem Auto fährt, reduziert im Schnitt die CO2-Emissionen um 93 Prozent, wie Daten des Umweltbundesamts zeigen. Bus statt Pkw bringt eine Reduktion um immerhin 76 Prozent.

Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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