Rot-grüne Koalition
Haider-Wallner löst Astrid Eisenkopf im Regierungsteam ab
- Doskozil präsentierte das SPÖ-Personalpaket am Montag im Landhaus
- Foto: Tscheinig
- hochgeladen von Franz Tscheinig
Der Landesparteivorstand der SPÖ hat am Montag mehrere Personalentscheidungen getroffen. Astrid Eisenkopf wechselt vom Regierungsteam ins Amt der Ersten Landtagspräsidentin. Robert Hergovich wird wiederum Klubvorsitzender und Regierungskoordinator.
BURGENLAND. Personell ist für die Koalition zwischen der SPÖ und den Grünen seit Montag alles angerichtet. Im bisherigen Regierungsteam rund um Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gibt es nur eine Änderung: Grünen-Chefin Anja Haider-Wallner wird künftig als Landeshauptmann-Stellvertreterin agieren und übernimmt nicht das komplette Ressort, aber den Großteil der bisherigen Aufgaben von Astrid Eisenkopf, die Robert Hergovich als künftige Landtagspräsidentin ablöst. Hergovich wird wiederum SPÖ-Klubvorsitzender und soll als sogenannter Regierungskoordinator für Geschlossenheit in der rot-grünen Koalition sorgen. Auch bei den Grünen könnte diese Aufgabe jemand übernehmen. Im Regierungsteam bleiben neben Landeshauptmann Doskozil wie gehabt Daniela Winkler, Heinrich Dorner und Leo Schneemann.
Mattersburgs Bürgermeisterin Claudia Schlager wird neue Dritte Landtagspräsidentin. Neu in den Landtag einziehen werden Christian Drobits, der künftig auch als stellvertretender Klubobmann agiert, sowie Jürgen Dolesch, Fabio Halb, Thomas Hoffmann und Jürgen Karall. Neu im Bundesrat sind Thomas Schmid und Mario Trinkl.
Auch in der Bildungsarbeit der burgenländischen Sozialdemokratie gibt es eine Neustrukturierung: Die Funktion der Landesstellenleitung des Renner Instituts wird neu aufgeteilt. Antaus Vizebürgermeister Michael Strass übernimmt die Leitung für das Nordburgenland, Vizebürgermeisterin von Großpetersdorf Olivia Kaiser für das Südburgenland.
"Gespräche auf Augenhöhe"
Doskozil sprach beim Pressetermin am Montag auch von "ausgezeichneten Gesprächen" mit den Grünen. Diese würden auf Augenhöhe sowie ohne Taktieren stattfinden. Es gebe eine inhaltliche Überzeugung für ein Modell im Burgenland, das auch als eine Art Gegenmodell zum Bund zu verstehen sei. Man habe bereits viele Themenfelder abgehandelt, so Doskozil, der dazu aber keine Details nannte. Der Plan sei jedenfalls, schon am morgigen Dienstag ein Regierungsübereinkommen aufzustellen, das dann am Mittwoch gemeinsam mit den Grünen präsentiert werden soll. Dann könnte es bereits am Donnerstag zur konstituierenden Landtagssitzung kommen und am Freitag zur Angelobung durch den Bundespräsidenten. Bereits am Freitag soll dann die erste Regierungssitzung stattfinden.
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