Kommentar Döbling
Wer Wein liebt, sollte auch den Klimaschutz lieben
- Unser Redakteur, Fabian Franz über die Bedeutung von Klimaschutz für den Weinbau.
- Foto: Mach
- hochgeladen von Fabian Franz
Liter Liter, ein gutes Achterl und dazu eine Brettljause. Im Sommer gibt es kaum etwas Feineres als ein Besuch in den Döblinger Weinbergen. 40 Grad trüben hier nicht nur den Spaß, sondern bedrohen auch den Wein selbst. MeinBezirk-Redakteur, Fabian Franz, erklärt in seinem Kommentar, warum Weinliebhaberinnen und Liebhaber auch Klimaschützerinnen und Schützer sein sollten.
WIEN/DÖBLING. Für viele war der Klimawandel lange nicht greifbar. Spätestens nach diesem Jahrhundertsommer sollte sich dies bei den meisten aber geändert haben. Und auch wenn man der Hitze in klimatisierten Räumen entfliehen konnte, wird man die Auswirkungen spätesten in den kommenden Jahren merken.
Den ein Ernterückgang von bis zu 25 Prozent (mehr dazu unten) wird sich zwangsläufig auch auf die Preise der Döblinger Weine auswirken. Der aktuelle Jahrgang wird 2027 in den Regalen stehen.
Klima bedroht Existenzen
Im kommenden Sommer beginnt dann bei den Winzerinnen und Winzern wieder das Bangen um Niederschlag. Denn eine heiße Saison können viele wahrscheinlich noch durchstehen. Mehrere hintereinander bedrohen endgültig Existenzen.
Vor allem für kleinere Winzer kann die Anschaffung teurer Bewässerungssysteme zum Problem werden. Die Forderung der Landwirtschaftskammer Wien nach einer gemeinsamen Bewässerung trifft hier also klar den Zeitgeist.
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